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Das 160er - Der Filter

Spektrum 

 

 


Der Filter dieses Aquariums

Eigentlich wollte ich für dieses Aquarium einen Außenfilter Modell  „Spletts Außenfilter” verwenden, siehe weiter unten. Da ich aber noch einen großen Eheimtopf „herumstehen” hatte habe ich aus Bequemlichkeit diesen genommen. Dieser große Eheim ist einer der besten Filter für größere Aquarien. Ich hatte solche Filter an allen Schauaquarien im Laden. Normalerweise ist die Pumpe oben auf dem Topf montiert. Sie wird auf einer Platte an den 4 Sockeln rechts vom Filterauslauf angeschraubt. Da ich aber keine Originalpumpe verwende, sondern eine schwächere - einen Eheim 1250, 28 Watt, 1200 L/Stunde - paßt er da nicht. So steht die Pumpe halt neben dem Aquarium ein Stockwerk weiter oben. Auch habe ich eine „Stabilisierung” unter dem Druckschlauch angebracht, damit er nicht abknickt. Diese ist auf dem Foto entfernt. Die Schläuche haben nicht den Originaldurchmesser, sie sind etwas dünner.
Der Topf hat unten zwei Anschlüsse. Einen vom Aquarium und einen um den Topf leerlaufen zu lassen. Mit dem zweiten Schlauchanschluß kann man recht bequem Wasser wechseln. Man schließt da einfach einen Schlauch an,  legt das andere Schlauchende auf die Terrasse, macht den Hahn auf und gut. Auf dem Foto sind am Auslauf des Filters zwei Schläuche übereinander geschoben, so kann man recht einfach den Schlauchdurchmesser „anpassen”. Wenn es richtig halten soll, muß man natürlich die Schläuche weiter übereinander schieben und auch eine Klemme anbringen. Macht man die Schläuche mit einem Heißluftgebläse warm geht das sehr gut. Mit einem Tropen Pril flutschen sie eventuell besser übereinander.
Zum reinigen läßt man den Topf leerlaufen, nimmt ihn heraus, schraubt auf und wechselt die Füllung. Oder wäscht sie aus - wie man will oder gerade Lust hat. Die Schläuche bleiben dabei dran. Wenn man unbedingt will kann man den Topf sogar ausspülen. Muß man aber nicht.

 

Eheimtopf_grosser_500

 


 

Hier die Bauanleitung für einen Außenfilter aus Glas mit herausnehmbarem Filterbehälter.
Modell „Spletts-Außenfilter”


Zuerst ein kleiner Kurs im Glas schneiden. Ist zwar schon einer in der Bastelkiste-1, aber ohne Bilder.

Glas_schneiden_1_Winkel_anlegen_ThDie Scheiben habe ich absichtlich nicht gereinigt. Das sieht  zwar nicht so sauber aus. Man kann aber sehr gut sehen, daß man auch „nicht so saubere” Glasscheiben „sauber” schneiden kann. Diese Glasscheiben sind nicht nur dreckig, sondern sie sind sehr alt, sie stehen seit mindestes 20 Jahren irgendwo herum. (Glasscheiben sollte man nie liegend lagern.) Da sich die ehemals untergelegten Hölzer im Laufe der Jahre aufgelöst haben standen sie jetzt auf der blanken Erde! Viel schlimmer als das Alter ist für Glasscheiben wenn sie ohne Abstandshalter (der Profi hat da Korkstückchen, nehme ich auch) - also Glas an Glas - gelagert werden. Kommt dann noch Nässe dazu, so werden sie fast mit Sicherheit fleckig. Jedenfalls sind sie dann nicht mehr so blank wie neue Scheiben.
Diese Bemerkungen deshalb weil manche Aquarianer behaupten man könne keine alten Scheiben schneiden. Natürlich kann man! Das gipfelt in der Feststellung daß Glas eine Flüssigkeit sei. Natürlich WAR es irgendwie flüssig, bevor es zur Scheibe wurde - Stahl war übrigens auch mal eine Flüssigkeit oder eben flüssig! Es kommt nur auf die Temperatur an.  lachen-transp
Man bekommt nur bei sehr verkratztem Glas Schwierigkeiten. Vielleicht kann ich es so erklären: Wenn man eine Scheibe mit dem Glasschneider anritzt bekommt das Glas eine „Schiene”, entlang dieser „Schiene” bricht es. Wenn die alte verkratzte Scheibe bereits wie ein Verschiebebahnhof aussieht dann weiß die Scheibe nicht auf welcher Schiene sie brechen soll und nimmt die nächste Weiche. Und die geht meistens in die falsche Richtung. So einfach ist das!

Silberschnitt_Glasschneider_Raedchen_ThAllerdings: Die Scheibe allgemein kann ruhig „unsauber” sein, der Streifen wo der Glasschneider entlang fährt sollte jedoch absolut sauber sein. Das hat nichts mit dem Glas zu tun sondern mit dem Glasschneider. Die Rädchen derselben sind empfindlich, sie müssen sich ganz leicht drehen und sie dürfen nicht beschädigt sein - sonst muß man das nächste Rädchen nehmen. Deshalb darf der Glasschneider nur über sauberes Glas geführt werden! Damit sich diese kleinen Rädchen immer sauber drehen ab und zu mit etwas dünnflüssigem Öl einölen. Also nicht die Schneidnaht mit Petroleum einstreichen, sondern das Rädchen ölen! Es gibt extra Glasschneider wo das Rädchen immer automatisch geölt wird. Die sind aber teuer und für einen Gelegenheitsglaser nicht notwendig.


 

Glas_schneiden_2_ThDie Scheibe wird angeritzt.
Da darf man schon etwas Druck ausüben, aber auch nicht zu viel. Gut andrücken. Nur muß man unbedingt den Glasschneider auf „ein mal” durchziehen. Absetzen und neu ansetzen vermurkst die Scheibe.
Ob man direkt am Winkel mißt und dann nach dem Winkel schneidet oder ob man genau mißt, 2 Punkte macht und dann den Winkel an die Punkte anlegt ist egal. Ich mache zuerst Punkte, da mein Winkel nicht 100%ig rechtwinklig ist. Man muß aber den Winkel einige Millimeter von den Punkten anlegen, da der Glasschneider nicht direkt am Winkel schneidet - logisch. Vorher ausprobieren.

Glas_schneiden_3_brechen_ThJetzt wird der Glasschneider an der angeritzten Stelle knapp untergelegt und die Scheibe durch Druck auf beide Seiten gebrochen. Geht ganz einfach. Wenn man das Bild vergrößert kann man sehen wie weit man den Glasschneider unterlegen sollte.
Der Druck muß mitunter recht kräftig sein, je schmaler die abzubrechende Scheibe ist desto stärker muß der Druck sein - logisch, nennt man Hebelwirkung. Sollte jemand Bedenken wegen dem „nicht ungefährlichen” Glas haben kann er auch mit dicken Arbeitshandschuhen oder einem untergelegten Tuch drücken. Habe ich auch schon gemacht. Speziell bei verkratztem Glas und schmalen Streifen weiß man nie wohin es bricht.

Glas_schleifen_ThDie Scheiben werden geschliffen.
Das sieht ziemlich primitiv aus - geht aber gut. Auf diese Art habe ich alle Aquarienscheiben geschliffen! Es sind einige Kilometer Glaskanten gewesen! Alle Scheiben für ca. 400 oder 500 Aquarien - vielleicht auch mehr! Allerdings ist das der zweite Bandschleifer und auch die zweite „Spielzeugwerkbank”. Sie ist fast nur für den Bandschleifer da, der Vorteil von dieser „Werkbank” ist, daß sie leicht ist und man sie somit überall hinstellen kann wo man sie gerade braucht.
Ganz früher habe ich auch schon mal mit ganz feinem Korn nachgeschliffen und dann sogar mit einem extra Band poliert. Heute nehme ich nur noch 80er Korn und gut. Es geht mir nur darum, daß man sich an den Scheiben nicht mehr schneiden kann.

Filter_alle_Scheiben_ThDas sind die zugeschnittenen Scheiben samt Werkzeug. Der Winkel ist schon uralt - und so sieht er auch aus.







 

Glas_abbrechen_ThHier habe ich gemurkst. Logischerweise hätte die mittlere Abtrennscheibe um die Bodenscheibe und die Silikonfuge kürzer sein müssen. Es war aber gar nicht so ungut daß ich da geschlafen habe, so kann man sehen wie man einen oder zwei Zentimeter abbricht. Besser klopft man die angeritzte Scheibe vorher von unten an bis der „Sprung” durchgeht. Dann bricht man mit einer Fliesenzange oder einer alten Beißzange den Streifen ab. Sauber wird das sehr selten. Ist in diesem Fall aber egal, da diese Seite nach unten kommt und nicht mehr zu sehen ist. Kleben tut es genauso gut.

 

Filter_Scheiben_fixiert_ThDer fixierte Filter. Vorerst nur zum fotografieren, in die Trennscheibe müssen noch Löcher gebohrt werden.








 

Silikonkartusche_mit_Pfropf_ThSilikonkartusche_ohne_Pfropf_ThSilikonpfropf_ca_4_Wochen


Bild links: Eine Silikonkartusche mit etwas herausgedrückter Wurst.
Bild Mitte: So sieht es nach ca. 1 Woche aus wenn man den Pfropf entfernt.
Bild rechts: Und so nach gut einem Monat oder etwas länger, das hängt mit der Luftfeuchtigkeit zusammen.
Wird die Kartusche noch länger nicht benützt kann der Pfropf beim herausziehen abreißen, dann muß man die Spitze abschrauben und das hartgewordene Silikon mit einer Schraube oder so herausdrehen, das Silikon in der Kartusche selber ist - fast - immer noch zu verwenden. Im Zweifelsfall eine Wurst herausdrücken und prüfen ob sie hart wird. Wenn ja kann man das Silikon noch verwenden. Wirklich unbrauchbares Silikon härtet nicht mehr aus und ist auch nicht mehr homogen, es hat „Klumpen”.

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Selbstverständlich übernehme ich keine Haftung für Schäden die durch Nachmachen dieser Bauanleitungen usw. entstehen können. Das dürfte aber eigentlich selbstverständlich sein und gilt für die gesamte Afizucht!
 

Erstellt: November 2007
Letzte Bearbeitung: Mai 2009
 

 

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