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Die „Afizucht”

Spektrum

 

Über den Sinn dieser Homepage

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Ein Überblick
Der Begriff Ehrlichkeit
Objektiv, subjektiv und Wertung
Der Begriff Erfahrung
Was ist Erfahrung?
Was ist richtig und was ist falsch?
Etwas über Aquaristikforen und über die Internetaquaristik
Eine Klippe bei der Beurteilung und Lösung von Problemen
Warum so viele Aquarianer verunsichert sind, oder nicht wissen was nun richtig oder was falsch ist.
Über die Vervollständigung dieser Seiten
Werbung in der Afizucht
Wer sind „wir” ?
Neider, leider auch beim Thema Afizucht
Über das „Design” der Afizucht

 

Ein Überblick:
Der Sinn dieser Homepage soll sein, interessierten Aquarianern die Aquaristik verständlicher und somit einfacher zu machen. Ich versuche hier, allgemeine oder auch kompliziertere Probleme und Zusammenhänge der Aquaristik zu erklären.
Da ich mein Ego nicht durch einen hochgeschraubten Schreibstil aufpolieren muss, kann ich hier so schreiben wie normale Menschen miteinander reden sollten: Einfach, ehrlich und verständlich!

Es ist mir auch ein wichtiges Anliegen, möglichst viele Aquarianer und natürlich auch andere Menschen dazu zu bewegen „mit offenen Augen” durchs Leben zu gehen. Man hat bedeutend mehr von der Natur und im Gegenzug die Natur von den Menschen,  wenn man seine Umwelt genauer wahrnimmt und nicht einfach an allem vorüber geht. Daß man dann mit einiger Übung seinem Aquarium mehr „ansehen” kann ist nur ein positiver Nebeneffekt.

Zwar wird diese „Internet-Afizucht” nie fertig werden, die vorhandenen Seiten [laut ZoomSearch - der Suchmaschine der Afizucht - 151 html-Seiten und 62 php-Seiten (Gästebuch), Stand September 2017] sind aber bereits ein recht umfassender Bericht über die Aquaristik. Es gibt nicht allzu viele Menschen, die die gesamte Aquaristik aus allen Blickwinkeln kennen. Ich kenne sie deshalb so gut, weil ich nicht nur fast mein ganzes Leben lang sehr intensiv Aquarianer war, sondern auch die Seite des Zoohändlers, Importeurs, des Berufszüchters und Zierfischgrößhändlers, der Hersteller und natürlich auch die Seite des privaten Aquarianers kennen gelernt habe. So sieht dann manches anders aus! Ich kenne die Sprüche, die Wahr- und auch die Unwahrheiten der Zoo- und speziell der Aquaristikbranche. Ich kenne sie seit Anfang der 60er Jahre und nun wirklich in- und auswendig! Manchmal möchte ich fast ein „leider” anhängen.
Ich kenne aber auch die Aquarianer - genauso gut! zwinkern-transp_grau1

Sollten Sie zu den Menschen - egal welchen Alters - gehören, die neugierig, interessiert und lernfähig sind, wenn Sie als Aquarianer noch etwas „dazulernen” wollen, dann sind Sie hier wahrscheinlich richtig, egal ob Sie Anfänger oder schon sehr lange Aquarianer sind.

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Etwas über den Begriff Ehrlichkeit:
Da ich sehr großen Wert auf Ehrlichkeit lege, schenke ich Ihnen hier „reinen Wein” ein. Der ist aber manchmal etwas herb und schmeckt vielen Leuten nicht, sie wollen es eher lieblicher. Ich erzähle hier auch keine abgeschriebenen Geschichten und „trage nichts zusammen”, sondern gebe hier meine eigenen Erfahrungen weiter, die ich bei der Zucht von einigen Millionen Zierfischen und in ca. 50 Jahren hauptberuflicher Aquaristik gemacht habe. Diese Erfahrungen widersprechen manchmal Lehrbuchweisheiten oder zumindest landläufiger Meinung. Daß ich damit nicht nur Zustimmung erhalte ist mir klar. Der Sinn dieser Seiten besteht aber nicht darin Süßholz zu raspeln, um sich bei den Aquarianern beliebt zu machen, sondern die Aquaristik zu unterstützen. Und das geht nur mit Tatsachen, auch wenn sie manchmal unbequem sind und manchen Leuten nicht in den Kram passen!
Speziell Menschen, welche nie gelernt haben selber zu denken wird die Afizucht nicht gefallen. Hier gibt es nämlich nicht nur fertige Rezepte, sondern auch Denkanstöße zum selber überlegen. So ist diese Seite für solche Menschen zu „vage”. Und obwohl ich wie jeder Mensch subjektiv bin, versuche ich die Aquaristik so objektiv wie nur möglich zu erklären. Was letztlich jemand mit seinem Aquarium und den Fischen macht kann ich sowieso nicht steuern, ich kann nur versuchen zu erklären wie es funktioniert.

Und noch etwas: Ehrlichkeit verträgt sich selten mit Diplomatie, sie ist geradlinig, etwas rau und wirkt manchmal sogar unhöflich. Das ist nicht in meinem Sinne. Sollte also dieser Eindruck entstehen, so ist er nicht gewollt und ich bitte das zu entschuldigen!  lachen-transp_blau

Etwas Humor ist aber beim lesen dieser Homepage - und überhaupt - „kein Fehler nicht”!

Leider sind viele Leute heutzutage dermaßen an ein „verlogenes Leben” gewöhnt, daß sie die Wahrheit schon gar nicht nicht mehr vertragen. Alleine das Wort „lügen” wird nicht ausgesprochen, sondern mit „nicht die Wahrheit sagen” oder „sich irren” umschrieben. Dabei ist die Lügerei in unserer Gesellschaft so weit verbreitet, daß man z.B. nach Angaben über den tatsächlichen Benzinverbrauch eines Autos, wie lange jemand für eine bestimmte Fahrstrecke gebraucht hat oder was irgend etwas gekostet hat gar nicht mehr zu fragen braucht. Die Antwort ist sowieso „geschönt”. Das merken viele Leute schon gar nicht mehr! Von den Versprechen der Politiker, deren Verwirklichung von vornherein nie beabsichtigt ist und der Sensationsgier der Journalisten ganz zu schweigen - usw-usw.

So - trotzdem bin ich der Meinung, daß man der Wahrheit schon „in’s Auge schauen” sollte, auch wenn sie vielen Menschen hart erscheinen mag. Mit einer rosa eingefärbten Brille sieht die Welt auf Dauer auch nicht besser aus!

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Was bedeutet objektiv, subjektiv und was ist „Wertung”.
Prinzipiell ist der Mensch subjektiv, er sieht die Dinge aus seiner Sicht.
Ich versuche aber die Aquaristik etwas aus der Distanz zu sehen und zu erklären. Ich meine damit, daß ich natürlich meine eigene Meinung habe. Aber immer schon und so auch in der Afizucht versucht habe, alle mir bekannten Seiten zu durchleuchten. Somit wird die Angelegenheit dann zumindest „etwas objektiver”. Wenn man möglichst viele Details auflistet, die Unterschiede erklärt und es dem Leser überläßt was er macht oder eben nicht macht, so würde ich das schon zumindest als „ziemlich objektiv” bezeichnen. Wenn auch eine Meinung genaugenommen nie objektiv sein kann. Auch wenn sie den Tatsachen entspricht. So ist es eine Tatsache, daß ein Baum grüne Blätter hat - wenn sie denn grün sind, sie könnten ja auch eine andere Farbe haben. Ob der Baum schön ist oder nicht so gefällt ist dagegen höchst subjektiv. Da kann ein Anderer ganz anderer Meinung sein. Speziell manche psychologisch oberflächlich angehauchte Menschen sprechen da gerne von „Wertung”, auch wenn es simple Tatsachen sind. Tatsachen und Wertungen sind zwar verwandt, aber nicht identisch.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich versuche hier objektive Tatsachen zu vermitteln, auch wenn der Ursprung - meine Erfahrungen - natürlich subjektiv sind. Kompliziert? Na ja, etwas schon.

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Der Begriff „Erfahrung”
Wenn jemand 1 Jahr ein Aquarium pflegt, dann hat er eine „1-jährige Erfahrung”. Wenn selbiger 10 Jahre ein Aquarium pflegt, dann hat er eine 10-jährige Erfahrung. Aber immer nur mit einem Aquarium. Hat jemand dagegen 10 Jahre mehrere Aquarien, so ändert sich das schon ganz gewaltig, da die Aquarien dann nach meiner Erfahrung im Aufbau und Besatz verschieden sind oder waren und sich über die Jahre zudem noch geändert haben.
Man kann aber auch jahrzehntelang ein Aquarium - oder auch mehrere - haben, sich „Aquarianer” nennen und immer nur das Gleiche machen. Dann ist es mit der Erfahrung natürlich nicht so weit her. Wenn derjenige dann noch keinerlei tiefer gehendes Interesse an der Aquaristik hat, so hat er genau genommen mangels fehlender Neugier gar keine Erfahrung. Oder höchstens nur eine sehr oberflächliche. So kann man sehen, daß die Zeitspanne, wie lange jemand „ein Aquarium hat” sich nicht zwangsweise auf sein aquaristisches Wissen auswirken muß. Es kommt eben sehr darauf an, wie intensiv man ein Hobby oder seinen Beruf betreibt.

Ich habe seit 1951 oder 1952 ein Aquarium - so genau weiß ich das nicht mehr - habe mir bereits mit 14 Jahren von Vaters Laborantin Lackmuspapier besorgt und versucht mit Salzsäure den pH-Wert zu senken, hatte bereits mit 18 ein Seewasseraquarium und bin seit 1965 „Berufsaquarianer”. Das heißt, daß ich mir seit dieser Zeit meinen Lebensunterhalt mit der Aquaristik verdient habe. Da kommt zwangsläufig Erfahrung zusammen!
Zudem gehöre ich zu den Menschen die wenig glauben, allem auf den Grund gehen und alles selber ausprobieren müssen. Somit ist einiges an „erprobtem Wissen” vorhanden.
Da ich obendrein seit meiner Kindheit Filter baue, mit die ersten Abschäumer (ca. 1965) gebastelt, ein Gebrauchsmuster für ein Aquarium mit integriertem Filter - oben und/oder seitlich - hatte und momentan ein Filtersystem betreibe (oder: „entwickelt” habe), das bei stark belastetem Aquariumwasser sehr gute Leistung bringt und wahrscheinlich sogar Hemmstoffe entfernen kann (siehe Meske), dann kann man sich vorstellen, daß hier einiges an Wissen da sein sollte.

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Was ist Erfahrung?
Einfach und doch treffend ausgedrückt:
Ganz viele Bilder im Kopf!
Dazu gehören auch noch ganz viele Gerüche, Geräusche und Gefühle. Diese gespeicherten „Bilder” muß das Gehirn dann mit den momentan sichtbaren/gefühlten „Bildern” vergleichen. Je mehr Bilder gespeichert sind, desto größer ist die „Erfahrung” und desto besser das Ergebnis. Das Ganze ergibt dann auch in etwa den Begriff „Intuition”. Allgemein wird zwar unter Intuition ein „plötzliches” oder „blitzartiges” Erkennen eines Sachverhaltes oder von Zusammenhängen „ohne nachdenken” verstanden. Das hat aber unser Unterbewußtsein in unvorstellbar kurzer Zeit bereits getan, es hat bereits alle vorhandenen „Bilder” mit der momentanen Situation verglichen. Man kann einen Sachverhalt um so besser „erkennen”, je mehr man ähnliches schon ein mal „gesehen, erlebt oder gefühlt” hat. Genauso wie man eine treffende Intuition nur mit einem großen Erfahrungsschatz haben kann so kann man „Erfahrung” nur haben, wenn man vorher viel „erfahren” hat.  Oder eben gesehen oder gefühlt hat oder eben „ganz viele Bilder im Kopf hat”.
Irgendwie ist Erfahrung nichts anderes wie das vergleichen mit dem „Bild” welches man gerade sieht mit den „gespeicherten Bildern” im Kopf.

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Was ist richtig und was ist falsch?
In der Aquaristik „führen viele Wege nach Rom”!
Das scheinen manche Leute nicht richtig zu begreifen. Speziell schlaue Forenspezialisten meinen zu oft, daß nur ihre Methode die richtige sei - alles andere sei falsch! Zwar haben sich im Laufe der Zeit einige Arbeitsabläufe oder Methoden als etwas besser heraus gestellt und manches auch als falsch. Aber sehr oft kommt man mit verschiedenen Methoden genauso gut zum Ziel. Sie haben halt ihre Vor- oder Nachteile. Die muß man berücksichtigen und selber beurteilen, was einem wichtiger ist! Deshalb erkläre ich hier öfter nur die Wirkungen und mache „Vorschläge”, eindeutige Rezepte gibt es also nicht immer. Für mich ganz wichtig ist, daß man weiß, warum man etwas macht - oder es eben bleiben läßt! Wenn man das verinnerlicht hat, funktioniert alles besser! Es ist sehr wichtig, daß man nicht stur nachmacht oder nachplappert, sondern auch selber überlegt.
Gilt für alles im Leben, nicht nur in der Aquaristik! lachen-transp

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Über Aquaristik-Foren und im weiteren Sinne über die Internet-Aquaristik
In den Anfangszeiten der Afizucht habe ich mich manchmal bei Aquaristik-Foren beteiligt. Das habe ich einerseits getan um diese Homepage bekannter zu machen und andererseits, weil ich dachte, so die Aquaristik unterstützen zu können. Nachdem ich aber feststellen mußte, daß da auch Leute unterwegs sind die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen habe ich mich weitgehend zurückgezogen. Wenn man schon älter ist hat man etwas mehr sogenannte Lebenserfahrung, so merkt man einiges, was jüngeren Menschen vielleicht nicht sofort auffällt. Natürlich benötigt man dazu auch viel Fachwissen, da man sonst ja nicht weiß was wirklich wahr ist:
a) Wenn ein Züchter sagt, daß er Planarien in Aufzuchtschalen gibt, damit die Eier besser schlüpfen, so ist das mehr als verdächtig: Planarien fressen Eier und Jungfische!! Ob die Planarien in einem Aufzuchtbecken oder einer Aufzuchtschale sind ist völlig egal, sie machen überall das gleiche - außer in Formalin - da machen sie gar nichts mehr! (Da sind sie nämlich tot)! Es drängt sich dann die Frage auf: Was ist sonst noch gelogen und was ist eventuell wahr?
b) Wenn eine Teilnehmerin behauptet, Artemia aus dem Großen Salzsee wären von sehr schlechter Qualität und preislich sibirischen gleich zu setzen, so hat sie nun wirklich keine Ahnung: „Sanders” sind mit die besten Artemien die man kaufen kann - leider auch mit die teuersten! Auch kommen sie vom Großen Salzsee! Was ist sonst von den über 2000 Beiträgen wahr und was frei erfunden?
c) Wenn ein Moderator vorgibt viele Zierfische zu züchten und viele „gute Ratschläge” gibt, auf seiner eigenen Homepage sich aber keinerlei Fotos von irgend welchen Zuchtutensilien oder gar einer Zuchtanlage befinden, obwohl fotografieren angeblich auch zum Hobby gehört, kommen einem alten Hasen doch Zweifel.
Das sind nur einige Beispiele, die Liste ließe sich beliebig fortsetzen!

Prinzipiell wäre es ja egal ob jemand im Internet lügt oder Unsinn schreibt, es geht mich nichts an! Lügner und Sprücheklopfer gibt es überall - man muß mit ihnen leben! In diesen Fällen wird aber die Meinung von ahnungslosen Aquarianern manipuliert, und das ist verwerflich! Außerdem sind Falschaussagen schädlich für die allgemeine Aquaristik. Das ist auch nicht gut!
Übel an der Sache ist auch, daß diese „nicht ganz ehrlichen Menschen” bekanntlich ein sehr sicheres Auftreten haben und durchaus recht überzeugend wirken. Somit kann der „normale” Aquarianer das nicht so einfach erkennen und hat Probleme die Spreu vom Weizen zu trennen.

Nachtrag: Natürlich habe ich nicht prinzipiell etwas gegen Foren, erstens gibt es solche und solche und zweitens haben sie sicherlich schon vielen Aquarianern geholfen. Es gibt auch solidere Foren mit guten Beiträgen. Leider weniger als der Mensch Finger an einer Hand hat!
Zu bemängeln bleibt aber immer noch der rüde Umgangston, hauptsächlich mit unwissenden Anfängern, aber auch so untereinander. Wenn die Anfänger manchmal nun wirklich „nicht so intelligente Fragen” stellen, muss man sie ja nicht gleich total nieder machen. Etwas Humor wäre da wahrscheinlich kein Fehler nicht, obwohl mich diese Super-Anfänger-Fragen auch schon genervt haben.

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Eine Klippe bei der Beurteilung und Lösung von Problemen und vorschnelle Schlussfolgerungen
Der Mensch ist von Natur aus subjektiv! Das führt dann dazu, daß er gerne sowohl ein Problem als auch die Lösung desselben falsch einschätzt! Etwas geht nicht so wie es soll, man macht irgend etwas, dieses zeigt mehr zufällig eine Wirkung und schon scheint das Problem gelöst. Daß die Lösung eher Zufall war und sich nicht reproduzieren lassen würde ist in diesem Moment nicht wichtig! Auch werden oft mehrere Dinge gleichzeitig getan, so weiß man eigentlich gar nicht, welche der Maßnahmen nun die Wirkung gehabt hat.
Auf die Aquaristik übertragen heißt das, daß man Schlussfolgerungen erst ziehen darf, wenn eine Methode möglichst oft zum erwünschten Erfolg geführt hat. Auch unter den verschiedensten Bedingungen! Es ist für einen alten Aquarianer völlig normal, daß es in ein und demselben Aquarium über mehrere Jahre - bei äußerlich gleichen Bedingungen - durchaus verschiedene Reaktionen geben kann. Sowohl bei Pflanzen, Fischen und auch bei dem gesamten Aquarium! Da zeigt sich dann die „Qualität” des Aquarianers, ob er die Anzeichen richtig deuten kann.
Vor Jahren hatte ich öfter Kontakt mit einem eigentlich recht guten Kellerzüchter. Es hat mich aber ungemein genervt, daß der Gute immer und sofort für alles eine Erklärung hatte. Leider - oder eigentlich logischerweise - haben sich aber nur ganz wenige als richtig heraus gestellt.
In meiner Jugend „wusste ich auch alles besser”, mit den Jahren und mehr Wissen hat sich das geändert - heute weiß ich sehr viel nicht. Zumindest bin ich mit Schlussfolgerungen sehr zurückhaltend geworden. Auch habe ich mir angewöhnt möglichst viel aufzuschreiben. Die wenigsten Menschen haben ein so gutes und vor allen Dingen so objektives Gedächtnis, daß sie die Ereignisse auch nach einem oder mehren Jahren noch wahrheitsgetreu im Kopf haben. Ich gehöre nicht dazu - obwohl zumindest mein Langzeitgedächtnis recht gut ist.

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Warum so viele Aquarianer verunsichert sind.
Ein Beispiel (ohne Internet):
Ein 25-jähriger Aquarianer, den ich schon seit seiner Kindheit kenne hat ein „gemischtes Barschbecken”, hauptsächlich Ostafrikaner. Vor ein paar Tagen war er bei einem Cichlidengroßhändler und hat ihn gefragt warum seine Fische nicht laichen, bzw. die Jungen nicht schlüpfen würden. Als Antwort hat er bekommen, daß er keine eingefrorenen schwarzen und weißen Mückenlarven mehr füttern soll und statt dessen sein Granulat nehmen möge.

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Diese Antwort ist schlicht und einfach falsch! Das fiese daran ist, daß dieser Mensch den Aquarianer wissentlich verunsichert hat um ihm sein Futter verkaufen zu können. Schwarze und weiße Mückenlarven sind ein hervorragendes Fischfutter, auch wenn sie gefroren sind! Der Grund warum das mit der Nach- oder Aufzucht bei den Ostafrikanern in diesem gemischten Aquarium nicht klappt ist ein ganz anderer - nur muß man dazu das Aquarium gesehen haben! Oben ist ein Foto davon, ein besseres habe ich nicht. Man kann aber sofort sehen daß da etwas „viele Fische” drin sind - für ein „Zuchtbecken” zu viele Fische in zu viel verschiedenen Arten! (Es sind noch bedeutend mehr Fische drin als auf dem Foto zu sehen sind!) Wenn Fische laichen sollen brauchen sie Ruhe! Die gibt es hier nicht. Sollten doch mal welche gelaicht haben, so wird das Weibchen aus dem selben Grund die Eier nach kurzer Zeit wieder ausspucken oder schlucken. Und wenn einige Jungfische tatsächlich geschlüpft sind oder gar freischwimmen, so werden sie es nicht lange tun. Hier wird nichts hochkommen. DESHALB laichen die Fische hier nicht, bzw. man wird keine Jungen sehen. Vielleicht - ganz zum Schluß - wäre es wahrscheinlich für ein echtes Zuchtbecken besser wenn öfter Wasser gewechselt werden würde. Das ist hier aber nicht der primäre Grund.

Anderes Beispiel:
Wenn man ein Aquarium neu einrichtet und bepflanzt, so kann man das prinzipiell zumindest auf zwei Arten machen. Ohne Wasser oder mit einem halb vollen Aquarium. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. Ich pflanze gerne ohne Wasser in feuchten Kies. Da bleiben die mit dem Finger „gebohrten” Pflanzlöcher „stehen” und ich kann die Pflanzen sauber stecken. Auch wird der eventuell nicht ganz saubere Kies nicht aufgewirbelt. Der Nachteil ist, daß die Pflanzen dann auf dem Boden liegen und man vor lauter herumliegendem Grünzeug keinen Platz für die restlichen Pflanzen hat. Auch können die Pflanzen antrocknen. Eventuell muß man sie sogar besprühen oder mit feuchter Zeitung abdecken. Bepflanzt man ein halb volles Aquarium, so hat man wahrscheinlich einen besseren Überblick. Vielleicht ist es für manche auch besser, daß man in Kies unter Wasser besser buddeln und man die Pflanzen so leichter einpflanzen kann.
Ich will hier aber überhaupt nicht über die Vor- und Nachteile einer dieser Arbeitsweisen diskutieren, es ist nämlich total EGAL wie man das macht. Das ist jedem selber überlassen! Es ist nur schlecht, wenn irgendwo EINE Methode als DIE richtige empfohlen wird. So weiß der Aquarianer nämlich nicht welche richtig sein soll. In diesem Fall sind es eindeutig beide.
Die Moral von der Geschicht ist die, daß in der Aquaristik „viele Wege nach Rom führen”. Es sind sogar viele Wege - zumindest fast - gleich gut. Wichtig ist wie immer daß man weiß, warum man etwas macht! Die Antwort eines alten Münchener Zoohändlers (um 1969, das Geschäft hieß Kühbeck und war damals das größte von ganz München!) auf die Frage, warum er die vielen Aquarien mit getragenen Eimern fülle und keinen Schlauch nehme: „Des is zwanz’g Jahr’ lang so ganga und geht jetzt au no” ist einer der dümmsten die es gibt! Nicht viel besser ist die Aussage, daß „man es eben so machen würde”. Man kann sie hier auf dem Land öfter hören. Ab und an sollte man sein Tun auch neu überdenken!

Als 13-jähriger durfte ich in den großen Ferien mit einem Fernfahrer durch halb Deutschland mitfahren. Da kroch an einer starken Steigung ein fürchterlich qualmender Tankzug vor uns her. Mein Fernfahrer meinte: „Wenn er den selben Diesel im Tank hat wie er fährt, braucht er ihn gar nicht verkaufen - so schlecht ist der”. Heute weiß ich, daß die Qualmerei eher am Motor als am Diesel gelegen haben dürfte, es war aber ein so genanntes AHA-Erlebnis. Seit dem schaue ich mir die Leute mit den guten Tipps genau an. Und wenn mir jemand erzählt, wie oder womit man Rasen düngt und sein eigener Rasen voller Moos ist, so suche ich mir lieber einen anderen Ratgeber. Genauso hätte ich keinen Ratschlag eines Anglers angenommen, der selber nichts fängt und nur „wegen der frischen Luft” und/oder - zum Bier trinken - angeln geht, oder eben einem Zoohändler, der vergammelte Aquarien hat etwas glauben, usw. usw. Ich finde es sehr wichtig, daß man sich seine Ratgeber genau anschaut. So kann man sich sehr viele Enttäuschungen ersparen!
Übrigens: Ich bin zwar schon ziemlich alt und nicht unbedingt dumm, Ratschläge nehme ich aber immer noch gerne an - zumindest überdenke ich sie! Ich werde nie auslernen - auch wenn ich „steinalt” werden sollte.   lachen-transp

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Vervollständigung dieser Seiten
Ich bitte um Nachsicht, wenn ich die Afizucht etwas „unsortiert” vervollständige, aber ich mache das nebenbei und umsonst und es soll nicht in Arbeit oder Streß ausarten. Arbeit jeglicher Art habe ich auch so genug! So will ich mir wenigstens die Freiheit behalten das einzutragen, wonach mir gerade der Sinn steht.
Ich bin sicher, daß die Seiten trotzdem voll werden!
Danke für Ihr Verständnis.

Uwe J. Splett
2006

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Werbung in der Afizucht
Wie mancher schon bemerkt haben wird, gibt es in der Afizucht keine Werbung. Das ist auch gut so!
Zwar werde ich immer öfter von Leuten belämmert, die das ändern wollen - aber es wird trotzdem so bleiben!
Erstens bin ich zum Glück nicht auf die paar Kröten angewiesen, welche man damit verdienen kann und zweitens - eigentlich wichtiger - kann ich es überhaupt nicht ausstehen, wenn ich mich über etwas informieren will und dauernd durch penetrante Werbung genervt werde. Ich bin ein frei denkender Mensch und schaue mir Werbung an, wenn ich es will und ich es für notwendig halte. Ich nehme an, daß die - oder zumindest manche - Leser der Afizucht ähnlich denken.

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Wer sind „wir”?
Da ich schon öfter auf den Begriff „wir” angesprochen worden bin, hier eine kurze Erklärung:
Normalerweise ist der Plural mehr als der Singular. Logisch. Deshalb sagen viele Leute lieber wir als ich. So ist es seit jeher Sitte, daß sich die größten Grattler mit wir bezeichnen. In meinem Fall liegt das aber ziemlich anders. Zwar habe ich die Fische gezüchtet, aber ohne meine Frau wäre das ganze nicht zu machen gewesen! Darum heißt das dann wir. Im allgemeinen haben wir die Arbeit alleine geschafft, wenn es auch selten 8-Stunden-Tage waren, plus die Fütterung der Jungfische an allen Tagen, also auch Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Nur bei besonderen Vorhaben hatten wir manchmal einen oder auch mehrere Helfer.
Also: Das wir waren meine Frau und ich.
So ähnlich ist es, ob man z.B. von „meinem Haus” oder von „unserem Haus” redet, wenn es doch beiden gehört. Es kann aber auch aus verschiedenen Gründen einem der Eheleute alleine gehören. Ob der andere Ehepartner dann das Haus als meins, unseres, oder das Haus seines Ehepartners bezeichnet?

Manchmal, aber seltener, hat das wir auch eine andere Bedeutung:
Um 1965-70 herum haben sich einige „bessere” Aquarianer manchmal - auch zufällig - bei dem Importeur getroffen, bei welchem ich ein mal gearbeitet habe. Da konnte man sich über neu importierte Fische und die Neuigkeiten der Zoobranche informieren. Es ergaben sich dabei auch öfter recht interessante Diskussionen. Von diesen Leuten machten 4 - mich eingeschlossen - später ein Zoogeschäft auf. Mit einem gewissen Stolz kann ich aber sagen, daß ich der einzige war, der das Geschäft gegen Geld verkauft hat und sogar Großhändler geworden ist - schließlich ist ein Groß-Händler ja besser als ein Einzel-Händler zwinkern-transp_grau. Einer hat das Geschäft, welches ihm sein Vater für 126.000 !!! tausend DM - damals eine ungeheure Summe - gekauft hat, binnen 2 Jahren ruiniert, ein anderer ist ausgewandert und der Dritte hat es einige Jahre später auch aufgegeben.
Also, manchmal waren wir auch ganz einfach einige Aquarianerspezies.
Nachtrag: Da ich diese „Afizucht” alleine schreibe, heißt es hier dann logischerweise ichzwinkern-transp_neu
 

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Neider
Neider gibt es immer und überall - leider. Je mehr Erfolg Jemand hat, um so mehr wird er von anderen „beneidet” - das kann durchaus positiv sein (Jemand ist „beneidenswert”). Oder die Leute „neiden” ihm den Erfolg - was ziemlich unfein ist.
So hat die Afizucht natürlich neben Befürwortern auch Neider.
Es gab in München früher einen alten Spruch: „Viel Feind - viel Ehr”. Dazu kam manchmal dann noch ein Nachsatz unbekannter Herkunft: „Einen toten Hund tritt keiner mehr”. Reimt sich sogar. Die Neider in München waren Zoohändler, die selber zu faul waren, ihren Laden und die Aquarien sauber zu halten - oder gar die Kunden umfassend zu beraten. Oder Aquarianer, die auch gerne ein Zoogeschäft aufgemacht hätten, sich aber nicht getraut haben. Original Karl Valentin: „Mögen hätt' ich schon wollen, aber dürfen hab’ ich mich nicht getraut”. Letztere Sorte Neider gab es hier in Grünenbaindt auch noch. Diese Leute haben den Erfolg, den Garten, das Haus usw. gesehen - die viele Arbeit, das Risiko, die Sorgen und die schlaflosen Nächte aber nicht!
Im Internet sind es hauptsächlich die Schlaumeier in den Foren. Bei denen drückt sich der Neid oft so aus, daß sie die Aussagen in der Afizucht verdrehen. Vielleicht sollten sie genauer lesen, dann würden sie den Sinn möglicherweise auch verstehen. Oder sollte es etwa so sein, daß sie den Sinn absichtlich verdreht wiedergeben  - um diese Seite leichter niedermachen zu können? Wahrscheinlich, denn es ist mir durchaus bewusst und ich weise auch immer wieder darauf hin, daß in der Aquaristik mehrere Wege zum Erfolg führen können. Manche sind da sogar in etwa gleich gut - obwohl sie verschieden sind!  Allerdings sind manche etwas umständlicher: So kann man ein 200-Liter-Becken mit 20 getragenen 10-Liter-Eimern füllen - oder mit dem Wasserschlauch. Bei beiden wird das Aquarium voll. Nur bei einer Methode halt einfacher. So man denn einen Schlauch hat. Muß man ja auch berücksichtigen. zwinkern-transp_grau
Natürlich habe ich andererseits auch eine eigene Meinung - ohne wenn und aber! Das mag man mir bitte zugestehen! Und obwohl diese Meinung oder Erfahrung auf sehr vielen Jahren intensivster und verschiedenster Aquaristik beruht, muß sie nicht stimmen. Es kann bei mir durchaus vorkommen, daß ich auch nach mehreren Jahren feststellen muß, daß eine alte Überzeugung falsch war! Dazu bedarf es aber Ehrlichkeit, auch sich selber gegenüber. Und die ist eher selten vorhanden.
Also - lassen wir die Neider weiter machen. Eigentlich sind sie es nicht wert, daß man sich über sie ärgert. Es sind auch so schon arme Trottel.

Zum Schluss noch ein Zitat von Robert Lembke:
„Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen”.

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Über das „Design” der Afizucht
Immer wieder mal werde ich auf das Design dieser Homepage angesprochen/-geschrieben. Viele finden sie „altmodisch”, manche wenigstens übersichtlich.  zwinkern-transp_neu
Ich selber bin mit dem Aufbau durchaus zufrieden! Was wahrscheinlich nicht bedacht wird ist, daß die Afizucht inzwischen (Stand September 2017) 151 html-Seiten und 62 PHP-Seiten (Gästebuch) umfasst! Und bei diesen Seitenzahlen ist das halt mit einem stinknormalen „altmodischem” Aufbau am übersichtlichsten! Zwar bin ich kein Grafiker und schon gar kein Programmierer, aber ich bin mir sicher, daß ich auch eine „moderne” Homepage zusammen bekommen würde. Aber warum eigentlich? Schließlich geht es hier nicht um sogenanntes „Webdesign” und andere Äußerlichkeiten, sondern um Inhalt. Und da ist die Afizucht so schlecht nicht!

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Spektrum

Erstellt: 2005
Diese Seite wurde zuletzt im September 2017 geändert.

 

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