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Emailanfragen und die Antworten

Spektrum 

 

 


Hier sind ein par Antworten auf Emails

 

Da manche Emails für die allgemeine Aquaristik interessant sein könnten, entsteht hier eine Seite über Emailanfragen und die Antworten darauf. Die Emails bleiben in der Originalformatierung, Absender werden natürlich nicht genannt. Man soll sich aber nicht wundern, wenn die eine oder andere Antwort etwas ironisch ausfallen wird. Ich werde manchmal dazu verleitet.
 

Warum laichen P. furcatus nicht in einem 30er Becken.
Eintag im Gästebuch_1
Eintag im Gästebuch_2
Ein Widerspruch? - Kein Widerspruch!
Will mich da jemand verschaukeln?  lachen-transp
Ist ein kleineres Aquarium schwieriger zu betreiben als ein größeres?
 

 

Hallo,
ich habe auf ihre Homepage nun schon viele male zurückgegriffen und habe bei meinen Ps. Furcatus keinen erfolg.
Ich habe sie in einem kleinen becken 30x20x20 mit Heizer Luftfilter und einem laichmop doch es tut sich nicht die temp hab ich auf 26*C. Gibt es bestimmte wasserwerte bei denen sie aktiv werden oder muss ich die Temp. etwas hochfahren. Ich bin langsam am verzweifeln ^^

Antwort:
Das Becken ist wahrscheinlich zu klein.
Man muß beim züchten unterscheiden zwischen Fischen, welche bereits kurz nach dem umsetzen in geeignetes Wasser - meistens weicheres - laichen (z.B. kleine Salmler oder Barben) und Fischen, die erst nach einer gewissen Zeit in der neuen Umgebung laichen. Die kleinen Salmler (Neonsalmler, Glühlichtsalmler, oder auch Kardinal usw) kann man durchaus paarweise in 30ern ansetzen. Fische, die erst nach einer gewissen Zeit laichen, dazu gehören alle „Dauerlaicher” wie z.B. Pseudomugil furcatus brauchen aber in der Regel ein „richtiges Aquarium”, wenn sie laichen sollen. Also würde ich es bei obigen Fischen mindestens mit einem 60er versuchen. Die Wasserwerte sind bei den Ährenfischen im weiteren Sinne nicht so wichtig, so lange die Härte nicht gerade über 15-18° liegt und der pH-Wert neutral bis ganz leicht sauer ist. An den Wasserwerten liegt es bei diesen Fischen meistens nicht, wenn sie nicht laichen wollen.
Es gibt eine Seite über „Die Zucht von Ährenfischen”, in dem Absatz über Pseudomugil furcatus steht mehr.


Eintrag im Gästebuch:
hi , die seite ist echt toll aber etwas zum thema trübes wasser konnte ich nicht finden also eine frage da du dich da ja auskennst : Was mache ich : ich und mein vater haben mir ein aqauerium gekauft , doch fische noch nicht , das problem befindet sich am wasser es ist ziemlich grau ! ich weis nicht was ich machen soll morgen kaufen wir fische , Wasser wechsel ? oder was

bitte schnelle antwort , es ist MEGA wichtig

Was soll man da sagen?
Ich habe geraten, keine Fische zu kaufen, solange das Wasser nicht klar ist.
Vielleicht hätte ich auch zu einem Deutschkurs raten sollen?

Diesen Eintrag im Gästebuch habe ich gelöscht.


Eintrag im Gästebuch:
Kommentar: Ich finde diese homepage ultra.
Ich hätte nur eine frage zu der zucht von neonsalmlern. Dort beschreiben sie das mit dem laichgitter usw. Und dann schreiben sie etwas von laichsubstrat. Ist da gemeint beides zusammen? Und wenn ja wie? Oder ist gemeint entweder laichgitter oder substrat?
Bitte um rückantwort auf meine e-mail
Mfg

Antwort:
Das Laichgitter ist dazu da, damit die Eier der laichenden Fische nach unten hindurch fallen und die Eltern somit die Eier nicht fressen können. Das Laichsubstrat ist - wie der Name schon vermuten läßt - als Laichsubstrat gedacht. Da sollen die Fische also „hinein laichen”.
Hoffentlich ist nun alles klar- oder wenigstens klarer?  lachen-transp

Diesen Eintrag im Gästebuch habe ich gelöscht. (16.01.2011)

oben


Ein Widerspruch?
Guten Morgen Herr Splett,
ich habe auf Ihrer Seite viele nützliche Informationen erhalten, die mich (so denke ich, oder hoffe ich zumindest) zu einem besseren Aquarianer gemacht haben. Beim studieren Ihrer Seiten bin ich kürzlich auf folgenden Widerspruch gestoßen:

Für den interessierten Leser füge ich hier noch einen Originalabsatz aus der Afizucht ein:
„Die besten/schönsten Fische sind die, die in den Filtern bei anderen Fisch-Arten sitzen (aufwachsen). Sie haben allgemein die besten Farben und Flossen und auch eine gute Körperform. Der Grund ist der, daß sie meistens „alleine” in diesem Aquarium sind und wenig Futter bekommen. Alleine heißt aber auch, daß sie nicht in den Hemmstoffen der eigenen Art schwimmen. Wenig Futter heißt, bei wenig Futter entwickeln sich die Flossen besser (offenbar auch die Farben), das ist auch bei Kampffischen im Filter so. Das Gegenteil sind die Fische von L., der nach eigenen Angaben ca. 6x pro Tag füttert, seine Fische sind fett und haben keine guten Farben.”
(Erklärung: L. füttert fast nur Rinderherz, mit fett meine ich in diesem Fall optisch fett, die Form der Fische ist im Verhältnis zur Länge anormal hoch und breit, man könnte auch „mopsig” dazu sagen.)
(Nachtrag von mir, steht auf der Seite „Wie viel Füttern”)

Die weitere Aufzucht der Jungfische
Hier ist nicht viel zu sagen, die Fische müssen eben gefüttert werden und es muß häufig Wasser gewechselt werden. Im Gegensatz zu ausgewachsenen Fischen in Wohnzimmeraquarien benötigen junge Fische richtig viel und oft Futter. Die Meinung, daß die jungen Fische auch ohne extra Fütterung genug Futter finden würden und die stärksten Fische es schon schaffen würden beinhaltet einen kleinen, aber folgenschweren Gedankenfehler. Selbst in einem alteingerichteten größeren Aquarium (1m) ist nur für sehr wenige Fische wirklich genug Futter vorhanden. Zwar sterben „nur” die schwächeren Jungen, die stärkeren tragen aber durch die schlechten Lebensverhältnisse irreparable Schäden davon. Richtig gute Fische werden das somit nie werden!
(Nachtrag von mir, steht auf der Seite „Zierfischzucht Allgemein”)

Habe ich einen Denkfehler und gehören die beiden Zitate einfach nicht zusammen? Oder sind die beiden Absätze einfach aus verschiedenen Zeiten? Der denkende Mensch ändert ja bekanntlich auch mal seine Meinung. :)
Mit freundlichen Grüßen vom Chiemsee

Antwort, oder in diesem Fall besser - eine genauere Erklärung:
Der Aquarianer vom Chiemsee hat zwar gelesen - aber leider nicht richtig.
Und: Meine Meinung habe ich natürlich schon öfter geändert! Es gab sogar eine Zeit, in der ich viel zu schnell eine Meinung hatte. Um sie dann später wieder ändern zu müssen! Inzwischen überlege ich länger und muß deshalb meine Meinung nur noch selten ändern.

Also:
Es ist bei der Aufzucht von Zierfischen - eigentlich von allen Lebewesen - enorm wichtig, daß sie in den ersten Lebenstagen, oder Wochen, oder Jahren (je nach „Spezies”) beste Umweltbedingungen geboten bekommen.  Zumindest bei Zierfischen kann man das, was man in den ersten 14 Tagen vermurkst hat, nie mehr aufholen. Man mag mich bitte nicht auf die 14 Tage oder einen Monat festlegen, das kann auch länger dauern. Je nach Art. Die Fische aus dem ersten Absatz sind als Jungfische optimal versorgt worden. In andere Aquarien können sie erst später springen, dazu müssen sie schon größer sein zwinkern-transp_blau. Siehe auch Hemmstoffe, erster Absatz. Es sind also von der Grundernährung her „gute Fische” gewesen. Die Zeit, in der die Nahrung knapper wurde, hat erst eingesetzt, als sie schon voll entwickelt und fast groß waren. Außerdem haben sie sehr wohl „etwas” Futter bekommen, das was halt im Filter gelandet ist. Nur nicht so viel wie die anderen Fische, die sollten ja wachsen. Und bitte schnell wachsen, damit sie verkauft werden konnten.
Es geht im ersten Absatz nicht darum, daß Fische „schöner” werden, wenn sie KEIN Futter bekommen, sondern wenn sie WENIG Futter bekommen, also nicht „gemästet” werden. Das ist ein sehr entscheidender Unterschied! Als Jungfische müssen sie natürlich trotzdem optimal gepflegt werden! Also auch VIEL Futter bekommen.
Im zweiten Absatz geht es um Fische, die bereits ab dem Schlüpfen zu wenig Futter bekommen. Und zwar so wenig, daß die Anfangs große Zahl durch fehlendes Futter dezimiert wird. Ein großer Teil der Jungfische verhungert ganz einfach! Wie gesagt, es bleiben zwar die stärksten übrig, aber ... siehe oben.
Also: Kein Widerspruch!

oben


Will mich da jemand verschaukeln?
Hallo Uwe (ich hoffe es stört dich nicht, wenn ich dich dutze),

ich habe mir deinen Beitrag zu der Zucht der Drosophila mit dem Rezept von Willi durchgelesen und ich muss sagen, dass du die Beschreibung mit den entsprechend hinterlegten Fotos unglaublich gut zusammengestellt hast. Also meinen vollen Respekt! Sehr gute Arbeit.

Ich habe jedoch zwei Informationen vermisst.
Wie lange dauert den die Zucht in den Gläsern?
Und sollte man diese im Garten bei Schatten oder Sonne, oder im Wohnzimmen züchten?

Freundliche Grüße
...


Hallo, ich habe ihre Seite durch Zufall gefunden und muss sagen ich verstehe nun viel besser einige Zusammenhänge in Bezug auf das Wasser und seine "Eigenschaften" was die Werte anbelangt. Gesamthärte,PH Werte, wie man Sie ändert usw.  Nun komm ich aber zu meiner Frage. Wieviel abgestandenes Wasser, benötigt man für ein 126 Liter Becken um eine angemessene Gesamthärte zu erreichen. 15 - 17 dgh. 40 Liter, oder fast das ganze Becken mit abgestandenem Wasser befüllen?

Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen

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Ist ein kleines Aquarium schwieriger zu betreiben als ein größeres?
Eintrag im Gästebuch:
Kommentar: Hallo,
ich bin heute auf diese tolle HP gestoßen und muss sagen, dass ich echt sprachlos bin.
Ich bin noch totaler Anfänger und bin im Begriff mir ein Aquarium zuzulegen. Jetzt aber meine Frage:
Ich habe gelesen, dass ein Anfängeraquarium ca. 100 Liter haben soll, weil es dort viel einfach ist die Wasserqualität auf einem stabilen hohen Niveau zu halten als in einem 60 Liter Aquarium. Stimmt das?

Vielen Dank bereits im Voraus.
Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Mit freundlichen Grüßen


Antwort:
Nein, das ist eine ziemlich alte Geschichte, die heute so nicht mehr gilt! Außerdem ist zwischen 60 und 100 Litern nicht so viel Unterschied!
Früher hat das eher gestimmt. Damals waren aber erstens die „kleinen Aquarien” wirklich klein - also 30 oder 40cm lang, dann noch oft Vollglasaquarien, also aus Glas „gegossene” Becken. Für diese Dinger gab es natürlich keine Abdeckung/Beleuchtung und aus Platzmangel auch keine wirklich funktionierenden Filter. Somit war es schon etwas schwierig, diese Becken längere Zeit funktionsfähig zu halten. Ein modernes 60er kann man heute sehr wohl als „echtes” Aquarium bezeichnen. Die Beleuchtung ist für einen guten Pflanzenwuchs ausreichend und es gibt eine größere Auswahl an leistungsfähigen Filtern. Daß in einem kleineren Aquarium auch nur kleinere Fische gehalten werden können, sollte allerdings klar sein.
Natürlich kann man eine „kleinere Wassermenge” schneller vermurksen als ein größeres Volumen, das ist immer noch so. Genauso wie man in einer größeren Wassermengen mehr Fischmasse halten kann. Besetzt man aber ein kleineres Aquarium - also ein 60cm - mit der passenden Fischmenge und Art, so ist das heutzutage kein Kunststück mehr. Das 60er ist ein guter Beweis. Siehe http://www.afizucht.de/html/das_60er.html.
Die in der heutigen Zeit so beliebten „Nano-Aquarien” (Nano ist momentan - 2011 - ein beliebtes Modewort) sind eine andere Sache und aus meiner Sicht nicht wirklich tiergerecht, selbst wenn darin nur kleine Garnelen gehalten werden. Aber es ist eben alles Ansichts- oder Geschmacksache und das muß jeder für sich entscheiden.

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Hallo! Habe mehr oder weniger zufällig Apfelschnecken gezüchtet. Zur Zeit sind die noch in Aufzuchtbecken. Kann ich davon welche bei entsprechender Größe in mein Hauptbecken setzen, auch wenn es da einige Schmerlen, u.a. auch eine Prachtschmerle gibt?
 viele Grüße aus dem Siegerland

Antwort:
Da ich nie Schnecken in ein Aquarium mit Schmerlen gegeben habe, weiß ich das nicht wirklich. Allerdings sagt man allgemein, daß die Schmerlen die Schnecken fressen würden. Ich würde halt einige Schnecken in das Schmerlenaquarium geben, dann kann man sehr schnell merken, ob sie aufgefressen werden. Wahrscheinlich werden sie. Gefressen.
Wahrscheinlich wird nun wieder einer der Meinung sein, daß dies ein „genehmigungspflichtiger Tierversuch” sei und ich Anstiftung zum Tiermord betreibe! Spinner gibt es leider überall, im Internet nur etwas mehr.
Ansonsten ist das mit der einen Prachtschmerle nicht gerade optimal. Wenn schon Prachtschmerlen, dann im Trupp und bitte auch in richtig großen Aquarien.

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Erstellt:  Ende Oktober 2010
Überarbeitet, ergänzt: Februar 2011, Dez. 2011, März 2012

 

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