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Fotokurs

Spektrum 

 

Das ist keine großartige Seite über das Fotografieren.
Wenn man aber einige einfache Dingen beachtet gibt es bessere Fotos.
Und das eine oder andere ist vielleicht auch interessant.

 

Spektralfarben, die Farben des Sonnenlichts
Stativ verwenden
Die Kamera ans Auge halten
Der goldene Schnitt, eine vorteilhafte Bildeinteilung
Ins Bild ragende störende Gegenstände entfernen
Die Geschichte mit der Blende
Welches ist das beste Programm zur Verwaltung von Bildern?
Welche Auflösung ist für ein Papier-Foto notwendig?
Mit wieviel dpi muß man Dias einscannen?
Der Unterschied zwischen optischem Zoom und digitalem Zoom
Was bedeutet interpoliert?
Was ist oder was bedeutet  ISO?
Interessantes „Phänomen” bei der Größe der kameraeigenen Bilddateien
Welche Brennweite entspricht der Sichtweise des menschlichen Auges?
Nicht einfach drauflos knipsen, ein durchaus ernst gemeinter Absatz
HDR, High Dynamic Range, eine feine Sache
Es ist auch eine Seite mit einer Bauanleitung für eine Fotokürvette vorhanden.
Polarisationsfilter, kurz Polfilter, ein Filter gegen Reflexionen

 

Spektralfarben
Das ist das original Spektrum des Sonnenlichts - fotografiert. Dazu nimmt man einen Bleikristall und fotografiert die wunderschönen Farben die die Sonne auf einen hellen Gegenstand, z.B die Wand projektiert. Danach muß man nur noch die Farben „ausschneiden”. Auf Weißabgleich achten, sonst stimmen die Farben eventuell nicht. Die Farben sind in Wirklichkeit viel sauberer und klarer! Sie sind wunderschön!

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So sieht das Originalfoto aus.

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Stativ verwenden oder zumindest anlehnen oder stabil hinstellen.
Wenn immer es möglich ist sollte man ein Stativ verwenden. „Gute Fotografen” schleppen immer ein Stativ mit sich herum. Möglichst auch noch ein richtig stabiles und somit richtig schweres!
Wenn man kein Stativ hat so stellt man sich etwas breitbeinig hin, so steht man ruhiger. Wenn immer es geht, irgendwo anlehnen. Je ruhiger die Kamerahaltung, desto besser das Bild!
Ein Manko vieler einfacher digitaler Fotoapparate ist, daß der Auslöser etwas schwer geht. Man muß da sehr darauf achten den Knopf zügig durch zu drücken, sonst verwackelt man genau in dem Moment des Auslesens. Das ist ähnlich wie bei einem Matchgewehr, da stellt man den Abzug auch ganz weich ein. Je weicher der Abzug - desto geringer die Wackelei. Und desto eher trifft man!

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Die Kamera ans Auge und nicht mit beiden Armen weit weg halten
Man kann sehr oft sehen, daß die digitalen Kameras beim „knipsen” möglichst weit weg und auch noch etwas erhöht gehalten werden. Sind diese Leute alle kurzsichtig bzw. „altersweitsichtig”? Ich habe absichtlich „knipsen” geschrieben, weil man so nicht „fotografieren” kann. Man wackelt einfach zu viel. Mit ausgestreckten Armen kann man die Kamera nicht ruhig halten - und eine ruhige Kamera ist die Grundvoraussetzung für ein scharfes Foto! Natürlich: Bei einem 2000stel oder noch kürzer ist es egal, wie ich die Kamera halte. Aber die wenigsten Fotos entstehen bei einer 2000stel Sekunde, die meisten Belichtungszeiten bewegen sich zwischen 125 und 250 - oder noch länger.
Bei den meisten digitalen Apparaten kann man auch die alte Methode anwenden und durch den Sucher fotografieren. Da man dabei die Kamera ans Auge „drückt” hat man sozusagen eine „Drei-Punkt-Auflage” und ein bedeutend ruhigeres Bild.
Einfach mal ausprobieren!
Nachtrag: Hat man nur eine Kamera ohne Sucher so bleibt einem natürlich nichts anderes übrig.

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Der goldene Schnitt
Fotos sind wirkungsvoller und harmonischer, wenn man sich in etwa nach dem „Goldenen Schnitt” richtet. Hier ist die Definition des goldenen Schnitts:
„Wenn man eine Strecke in zwei Teile trennt verhält sich die längere Seite zur kürzeren wie beide zusammen zur längeren Seite”.
Kompliziert? Finde ich auch! Deshalb sollte man - wenn man es genau nimmt - immer einen Taschenrechner und auch ein großes Bandmaß dabei haben.lachen-transp  Wenn jemand die Geschichte genau wissen will möge er im Brockhaus oder auch bei Wikipedia nachschauen.
Goldener_Schnitt_E-3In der Praxis ist es einfacher. Man muß sich beim fotografieren nur vorstellen, daß das Bild in 9 Teile aufgeteilt ist. Wie auf dem Foto links.  Ein hervorstechender Gegenstand oder ein einzelnes Gebäude (z.B. eine Kirche) sollte sich nie direkt in der Mitte, sondern an einem der 4 Schnittpunkten befinden.
Waagrechte Linien wie der Horizont sollte sich auch nie in der Bildmitte befinden, sondern er sollte in etwa mit einer der beiden waagrechten Linien zusammentreffen.
Einfach im Sucher ausprobieren. Früher hatte ich auf einer der Sucherscheiben 4 Punkte angebracht, so hatte ich den „Goldenen Schnitt” in etwa direkt im Sucher.

Sehr gut wirken Bilder mit einer Diagonalen im Bild, also irgend etwas markantes von links unten nach rechts oben. Man sollte auch viel mehr auf die Beleuchtung achten, richtig gute Landschaftsaufnahmen leben hauptsächlich vom Licht.

Das Foto oben entspricht genau dem „Goldenen Schnitt”, es sind Gitterlinien die man bei der Olympus E-3  auf dem Sucherdisplay einblenden kann, ich habe sie mit einer E-500 abfotografiert.

Der Goldene Schnitt gilt übrigens auch bei der Aquarieneinrichtung, da natürlich nicht für Kirchen, sondern z.B. für Solitärpflanzen, große einzelne Steine oder Wurzeln. Also: So etwas nie in die Mitte!

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Störende Grashalme oder andere Gegenstände entfernen
Ein „richtiger Fotograf” hat immer ein Messer oder eine Wäscheklammer in seiner Fototasche. Damit kann man ins Bild ragende Grashalme oder ähnliches abschneiden oder aus dem Bild biegen. Das ging so weit, daß hier bei Burgau ein Hobby-Fotograf einen richtig großen Baum mit der Motorsäge umgesägt hat, um freies Blickfeld auf die gerade Bahnlinie zu bekommen! Da hatten wir richtig was zu lachen, der Fotograf weniger - er bekam eine Anzeige.

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Große Blende wenig Tiefenschärfe, kleine Blende viel Tiefenschärfe
Das ist eigentlich ganz einfach, wenn man eine Person fotografieren will und der Hintergrund unscharf sein soll, so wählt man eine „große Blende”, also eine niedrige Zahl (Blende 1.8, 2.5, 4, oder 5.6). Wenn man möglichst viel Tiefenschärfe haben will - weil der ganze Garten von vorne bis hinten scharf sein soll, so wählt man eine höhere Zahl (Blende 16,11 oder 8). Das ist dann eine „kleine Blende”. Je niedriger die Zahl, desto größer die Öffnung durch die bei der Belichtung das Licht auf den Film oder Sensor (Chip) fällt. Und umgekehrt; je größer die Zahl desto kleiner die Blendenöffnung. Und - je größer die Öffnung, desto weniger Tiefenschärfe und umgekehrt. Alles klar? lachen-transp
Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Die ganze ist die, daß einem sehr oft die kleinen Blenden - also die großen Zahlen - wegen zu wenig Licht nicht zur Verfügung stehen oder man dann wegen zu langer Belichtungszeit unbedingt ein Stativ verwenden muß. Auch sollte man bedenken, daß die meisten Objektive um Blende 8 herum ihre höchste Schärfe besitzen. Die großen Blenden zeichnen oft etwas weich. Übertrieben ausgedrückt ist das das Gegenteil von Makroobjektiven, die in der Regel sehr scharf zeichnen.
Die Einstellung Blendenvorwahl oder Belichtungszeitvorwahl haben zwar nicht alle Digitalen, aber doch ziemlich viel. Da kann man etwas probieren und spielen.

Nachtrag: Habe in einer Fotozeitschrift gelesen, daß das nicht stimmen würde und die Tiefenschärfe vom Abbildungsmaßstab bestimmt werden würde. Das ist falsch und richtig. Oben gesagtes ist sehr wohl richtig, natürlich immer bei dem selben Objektiv und mit der selben Brennweite! Natürlich ist auch richtig, daß man bei einer Weitwinkeleinstellung weit mehr Tiefenschärfe hat als bei einem Teleobjekiv oder gar bei einer Makroaufnahme mit einem großen Abbildungsmaßstab. Aus dem selben Grund hat man bei einem normalen Lichtmikroskop eine extrem geringe Tiefenschärfe, da ist der Abbildungsmaßstab extrem hoch. Das ist aber sowieso selbstverständlich und bekannt! Habe ich jedenfalls gedacht.
Allzuviel bringt dieses Wissen nicht, da eine Weitwinkelaufnahme zwar von vorne bis hinten scharf ist, die abgebildeten Objekte aber so klein sind, daß ich solche Bilder immer als „Suchfotos” bezeichnet habe - man muß das Objekt das eigentlich fotografiert werden sollte „suchen”, da es so klein abgebildet ist. Will man den zu fotografierenden Gegenstand auch auf dem Bild erkennen können, so kommt man sehr oft um eine Teleeinstellung nicht herum - da muß man also doch etwas auf die Blende achten.
Langer Rede kurzer Sinn: Bei einem „normalen” Foto - außer Porträt oder ähnlichem - sollte man immer eine große Blendenzahl - 8 oder 10 - verwenden. So hat man mehr Tiefenschärfe und die Bilder werden „knackiger”.

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Welches ist das beste Programm zur Verwaltung der ganzen Bilder?
Entweder IrfanView oder ThumbsPlus. IrfanView ist kostenlos und ein sehr gutes Programm, es läßt sich auch in den Explorer einbinden. So kann man Bilder mit der rechten Maustaste öffnen, auch Bilder als Diashow anschauen usw. ThumbsPlus muß man kaufen, wenn man aber mehrere 1000 Fotos auf den Platten hat, lohnt sich die Anschaffung von ThumbsPlus auf jeden Fall. Für mich ist es das beste Programm um den Überblick über meine ganzen Bilder zu behalten. (Bei der letzten Backupüberprüfung mit „CDCheck” - ein sehr gutes Programm zum genauen Vergleich von Dateien - war ich selber sehr überrascht, daß es inzwischen über 92.000 Bilddateien - also nicht nur Fotos - sind!) Einer der Vorteile von ThumbsPlus ist, daß es alle Thumbnails in einer eigenen Datei speichert und sie so nicht bei jedem Start des Programms immer wieder neu eingelesen werden müssen. So kann man z.B. auch Thumbnails von CDs oder auch Platten anschauen, die gar nicht eingelegt bzw. angeschlossen sind. Auch läßt sich ThumbsPus mehrmals in verschiedenen Fenstern starten, was bei der Verwaltung der Fotos oft von Vorteil ist. Die seit längerem aktuelle Version ist - 2009 - ThumbsPlus7.
Sie läuft auch unter Windows 7 (Ultimate 64 Bit). Sogar richtig flott!

Es gibt da noch AcdSee, da kann man manchmal in Computerheften oder so kostenlos an etwas ältere Versionen herankommen, es hat aber nicht die Möglichkeiten von ThumbsPlus. Die restlichen Programme, auch die  bei den Kameras dabei sind sind bei weitem nicht so übersichtlich wie ThumbsPlus. Der Vorteil der kameraeigenen Programme ist der daß sie die entsprechenden RAW-Dateien sicher lesen können.
Aber natürlich wie immer - alles Ansichtssache.

Nachtrag März 2008:
Inzwischen gibt es ziemlich viele Bildverwaltungsprogramme, da wird die Wahl schon langsam zur Qual. Allerdings ist nach meinem Wissen ThumbsPlus immer noch das einzige Programm mit einer eigenen Datenbank für die Thumbnails. Es muß die Bildchen nicht bei jedem Aufruf neu einlesen und berechnen.
Nachtrag Mai 2009:
Lightroom® von Adobe® ist ein sehr gutes Programm mit eigener Datenbank (Katalog) für die Thumbnails. Es ist ein sehr leistungsstarkes und umfangreiches Programm und deshalb benötigt man etwas - oder eher mehr - Einarbeitungzeit. Auch ist es ziemlich teuer - ab ca. 250.- €. Für den Gelegenheitsfotografierer somit nicht zu empfehlen. Da ist IrfanView immer noch die beste Lösung.
Für jemanden der sehr viel fotografiert ist es aber eine feine Sache.

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Welche Auflösung ist für ein Papier-Foto notwendig?
300 dpi, das reicht für ein gutes Foto! Die Größe richtet sich nach der benötigten Größe des Bildes. Wenn man ein großes Bild mit 30x20 cm machen lassen will, so stellt man eben 300 dpi und als Größe 30 x 20 cm ein. So ein Bild hat als tif-Datei mit verlustfreier LZW-Komprimierung eine Größe von 30 - 50 MB. Als jpg-Datei mit hoher Qualität und niedriger Komprimierung ist das gleiche Bild nur noch zwischen 900 KB und einigen MB groß. Der Unterschied ergibt sich in erster Linie aus der Komprimierung - man sollte möglichst nicht mit mehr als 10% Verlust speichern - aber auch aus dem Programm, mit welchem man das Bild speichert/komprimiert - da gibt es durchaus Unterschiede! Auch spielt das Motiv eine große Rolle. So ist ein Bild von einer Mondfinsternis logischerweise bedeutend kleiner als ein Foto mit vielen Details und Farben. Dabei muß ein Bild mit weniger KB nicht zwangsläufig unschärfer sein, es kommt auch auf die Art der Komprimierung an. Ich habe die gespeicherten Bild-Größen einiger Programme miteinander verglichen und festgestellt, daß es da sehr wohl Unterschiede gibt. Da sollte ein interessierter Mensch ruhig etwas herumprobieren und nicht nur an die großen und teuren Programme glauben. Einfach ausprobieren, die Bilder in höchster Auflösung nebeneinander öffnen und einzelne Pixel bei Details vergleichen. Die „Spezialisten” stellen die Schärfe zwar nicht an Details, sondern an weißen Flächen (eventuell neben massiveren Gegenständen) fest, aber das sollen sie ruhig tun - dafür sind es ja schließlich „Spezialisten”.
Für den Druck in Zeitschriften sind auch nur 300 dpi notwendig. Für die Bildgröße gilt dasselbe.

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Mit wieviel dpi muß man Dias einscannen?
2000 dpi (dips per inch = Punkte auf ein Inch, Inch = Zoll = 2,54cm) für ein „normales” altes Dia reichen. Ich habe über 100 uralte schwarz-weiß Filme eingescannt - noch mit einem Epson Perfection 1200 Photo Flachbettscanner. Und mit gerade mal 900 dpi, manche sogar mit nur 600 dpi. Das hat gereicht, es war nämlich nicht mehr Information auf den Negativfilmen vorhanden. Bei meinen alten Kodachrome Dias reichen auch 2000 dpi, ausnahmsweise 3000 dpi, weil da nämlich auch nicht mehr da ist. Die habe ich allerdings mit einem Nicon Coolscan V eingescannt, das ist ein spezieller Film- und Diascanner mit bis zu 4000 dpi echter Auflösung. („Echt” deshalb, weil laut der „c’t” speziell bei einigen Durchlicht-Flachbettscannern die angegebenen Auflösungen nicht eingehalten werden).
Da ich bekanntlich ein neugieriger Mensch bin, habe ich Fotofreund Udo vom Fotoclub Burgau gebeten mir einige analoge Dias zum ausprobieren zu geben. Udo gehört zu den besten Fotografen vom Club und bei ihm sind Schärfe und Inhalt kein Thema, seine Aufnahmen sind immer absolut scharf und von allerbester Güte! Wir haben sie mit 4000 dpi eingescannt und festgestellt, daß diese neuen superscharfen Dias tatsächlich 4000 dpi benötigen. Diese Aufnahmen sind so scharf, daß auch neue digitale Spiegelreflex Schwierigkeiten bekommen mitzuhalten. (2008, inzwischen hat sich das geändert, die heutige Generation zeichnet bei hohem Kontrast gestochen scharf).
Fazit: Für alte Dias und Negative - speziell alle Bilder die ohne Stativ aufgenommen wurden - benötigt man keinen teuren Diascanner, ein Flachbettscanner mit Durchlichteinheit und ca. 2000 dpi oder etwas mehr reicht. Will man allerdings ganz neue richtig scharfe Dias einscannen - oder Vergrößerungen von 40 x 60 oder so machen -, so kommt man um einen speziellen Diascanner nicht herum.
Die haben aber nicht nur Vorteile; das einscannen eines Dias mit einem Coolscan V benötigt je nach Auflösung und mit ICE bis zu 2 min, das sind 10 Dias in 20 min und 30 Dias in 1 Std. Bei 300 Dias benötigt man also gute 10 Stunden - im Akkord wohlgemerkt! Und ohne Pause! Wenn man flott arbeitet und einen Computer mit stabilem Windows, schnellen Platten und viel RAM hat kann man während der Scanner arbeitet das Dia zuschneiden, eventuell etwas ändern und dem Bild einen Namen geben - das dauert in etwa genauso lange. lachen-transp

Makro_Pilze_Udo_01

Der Nicon Coolscan kann auch Zeichnungen in schwarzen oder überhaupt in dunklen Partien erkennen - in diesem Fall der grüne Farn im Hintergrund -  die man auf der Leinwand absolut nicht sehen kann. Das ist normalerweise natürlich von Vorteil, auf dem Foto oben ist es aber eigentlich nicht erwünscht, da dieses Bild mit völlig schwarzem Hintergrund besser wirkt. (Dieser Farn ist nicht auf allen Monitoren zu sehen)

Udo_Eiskanal_01

Ein Sportdia, welches im Original so scharf ist, daß es mit 4000 dpi eingescannt werden musste. Bei diesen Bildern konnte man einen Unterschied zu einem Scan mit 3000 dpi sehen.

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Der Unterschied zwischen optischem Zoom und digitalem Zoom
Die meisten digitalen Kameras besitzen neben einem optischen Zoom auch noch einen digitalen Zoom.
Wo liegt der Unterschied?
Optischer Zoom funktioniert mit Hardware und digitaler Zoom mit Software.
Oder anders: der optischer Zoom ist der Bereich der von dem Objektiv der Kamera abgedeckt wird - der ist in Ordnung. Der digitale Bereich wird von Software hochgerechnet - das ist Bluff! Das gleiche Ergebnis erhält man, wenn man von der höchsten Zoomstufe mit einem Bildbearbeitungsprogramm einen Ausschnitt erstellt. Dieser vergrößerte Ausschnitt kann nie so scharf sein wie das gesamte Bild, da ganz einfach die Bildpunkte fehlen. Das ist physikalisch begründet. Leider sehen das manche Verkäufer aus verkaufstaktischen Gründen nicht so und der Käufer meint dann Wunder was für einen tollen Zoom er hat.
Fazit: Man tut gut daran, den digitalen Zoom auszuschalten. Wenn man dann wirklich eine weitere Vergrößerung haben will, so macht man das besser mit einem Bildbearbeitungsprogramm. Eventuell nachschärfen, das heißt bei den verschiedenen Programmen auch oft verschieden, so z.B. „unscharf maskieren” oder „Hochpaß schärfen” oder „Schärfekorrektur”.

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Was bedeutet interpoliert?
Das ist so ähnlich wie mit dem digitalen Zoom. Die optische Auflösung wird durch das verwendete optische System erzielt, also der Hardware. Das ist sozusagen die reale, die echte Auflösung. Die interpolierte Auflösung ist höher und wird durch errechnen von Zwischenpunkten erreicht. Diese Auflösung wird durch Software errechnet. Da keine Software die wirklichen Punkte vorhersagen kann ist das Ergebnis immer schlechter als die optische Auflösung und ein Notbehelf.

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Was ist oder was heißt ISO?
In der analogen Fotografie war ISO die Bezeichnung für die Filmempfindlichkeit, genauer die Lichtempfindlichkeit des Filmes. Ein Film mit der geringsten Lichtempfindlichkeit und dem kleinsten Korn - somit der schärfste Film - hatte 25 ISO. Die höchsten ISO-Werte lagen meines Wissens um 600 ISO (wahrscheinlich gab es noch höherempfindliche Filme), damit konnte man zwar im Dämmerlicht fotografieren, der Film mußte aber speziell entwickelt werden und man hat sich die hohe Lichtempfindlichkeit mit einer recht hohen „Körnigkeit” erkauft. War also wirklich nur in Ausnahmen zu empfehlen.
Bei der digitalen Fotografie ist es eigentlich genauso geblieben. Nur haben sich die Werte erhöht. So geht die Olympus E-3 bis ISO 3200. Brauchbar sind meiner Meinung nach aber nur Werte bis ca. 600, dann „rauscht” es schon arg. Und die „Körnigkeit” oder der im normalen Sprachgebrauch gebräuchliche Ausdruck daß das Bild „grieselt” ist durch den Ausdruck ”rauschen” ersetzt worden. Also: Jetzt grieselt es nicht mehr - jetzt rauscht es! Zwar kann man das Bildrauschen mit Software etwas mindern, es wird dann aber meistens das ganze Bild „suppig” oder eben unscharf oder „sauber”. Besser geht es mit speziellen Programmen welche nur gewünschte Partien „entrauschen”. Diese Programme sind aber nicht billig. Ich für meinen Teil nehmen lieber - so es irgendwie geht möglichst niedrige ISO-Werte, also 100 bis eventuell noch 300.
Die ISO-Werte kann man bei den Kameras einstellen. Oft kann man auch den Maximalwert einstellen wie hoch die Kamera bei automatischem Betrieb gehen darf.

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Größe der kameraeigenen Bilddateien und tatsächlicher Inhalt derselben
Momentan fotografiere ich mit einer Olympus E-500  (2008, inzwischen ist es eine E-3). Im Prinzip bin ich mit der Kamera zufrieden, sie hat sogar ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Im Klartext: Für das was sie zu bieten hat ist sie ausgesprochen preiswert. Die folgende Feststellung richtet sich also nicht gegen diese Kamera speziell, sondern sie gilt allgemein.
Die Speichergröße der Bilddateien beträgt bei der E-500 zwischen knapp 4 und gut 6 MB, natürlich je nach Motiv. In höchster Qualität im jpg-Format abgespeichert. (Das speichern im tif-Format bringt nur größere Dateien und keinen nennenswerten Qualitätsgewinn, ich speichere manchmal auch im RAW-Format, aber nur bei speziellen Motiven. Die Dateien sind in etwa so groß wie tif-Dateien und der Aufwand ist nicht immer gerechtfertigt). Nimmt man also eine kameraeigene jpg-Datei und speichert sie z.B. mit ThumbsPlus mit einer kleinen Kompression (10% komprimiert ist eine sehr gute Qualität) nochmals ab so hat die Datei nur noch um die 3 MB!
Wenn ich diese neue Datei und die Originaldatei bis auf einzelne Pixel vergrößere und nebeneinander öffne kann ich keinerlei Unterschied feststellen. Für mich sind die Dateien immer noch identisch. (Natürlich weiß ich, daß sie theoretisch nicht mehr identisch sind, schließlich ist eine davon nochmals abgespeichert worden).
Auf Nachfrage hat man mir erklärt, daß man die Schärfe oder Qualität eines Bildes so nicht beurteilen kann, man müßte da eine helle Fläche nehmen ....  usw.
Nun interessiert mich bekanntlich die Theorie eher weniger, mich interessiert mehr die Praxis oder das „was unten raus kommt”. Und da ich bei den fertigen Bildern - und darum geht es letztendlich - keinen Unterschied feststellen kann, speichere ich inzwischen 90% aller Fotos mit ThumbsPlus nochmals ab und überschreibe die Originaldateien. Mit ThumsPlus geht das in einem Rutsch. Nur Fotos von denen ich meine daß sie „unersetzlich” sind - entsprechend selten sind sie lachen-transp - werden im Original belassen.
Warum ich das Ganze mache? Nun - bekanntlich werden auch 500 GB-Platten ein mal voll. Und wenn ein Bild statt 5 MB nur noch 3 MB hat so dauert das etwas länger. Auch geht es nicht um eine Platte, meine Fotos sind mindestens auf 3 (drei) verschiedenen Platten und die wenigen wirklich guten zusätzlich noch auf MO.
Den gleichen Effekt haben wir auch bei einer 3.000 € Kamera festgestellt. Allerdings waren da die Dateien jeweils gut 1 MB größer.

Übrigens: Eine nochmals gespeicherte Datei wird durch das nochmalige speichern bei gleicher Kompression nicht kleiner - aber genau genommen schlechter. Wenn man sie kleiner haben will, so muss man die Kompression erhöhen. Dann wird aber auch die Qualität schlechter.
Einfach mal ausprobieren und ein wenig spielen. Dann merkt man das schon.

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Welche Brennweite entspricht der Sichtweise des menschlichen Auges?
Wenn man ein möglichst natürlich wirkendes Bild erhalten will so sollte man eine Brennweite wählen die 50mm eines „normalen” Kleinbildobjektves entspricht. Bei den digitalen Kameras ist diese Brennweiteneinstellung verschiedenen da die Hersteller verschieden große Sensoren verwenden. Deshalb muß man die kameraeigene Brennweite auf 50mm analoges KB umrechnen.
Begründung: 50mm entspricht in etwa dem Blickwinkel oder dem Sichtfeld eines Menschen. Nimmt man mehr Weitwinkel bekommt man zwar mehr Inhalt auf das Bild, das Ergebnis wirkt aber etwas „weitläufig” und die „Entfernungen” zwischen den Gegenständen sind etwas verzerrt. Umgekehrt erhält man mit einem Teleobjektiv eine Perspektive in der alles etwas „gestaucht” ist. Das ganze kann durchaus gewollt sein und einen positiven Effekt haben. Man sollte es aber wissen und nicht immer die Weitwinkeleinstellung benützen.

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Nicht einfach drauflos knipsen.
Dieser Absatz ist durchaus erst und ist nicht ein mal ironisch gemeint.
Früher bei der analogen Fotografie hat jeder Film extra Geld gekostet und die Anzahl der Bilder war begrenzt. Da hat man schon alleine aus Kostengründen nicht einfach drauflos fotografiert. Heute bei der digitalen Fotografie wird die Anzahl der aufgenommenen Bilder ja nur durch den verwendeten Speicher begrenzt. Selbst wenn man die Bilder in RAW abspeichert kann man bei entsprechendem Speicher weit über 100 Fotos auf einer Karte unterbringen - und die Bilder sind dann ja eigentlich umsonst. Da ist die Gefahr sehr groß daß man meint daß „da schon ein gutes Foto dabei sein wird”. Dem ist aber nicht so !!! Nicht die Anzahl der gemachten Fotos macht die guten Bilder, sondern der konzentrierte Fotograf!
Also: Machen Sie lieber weniger Bilder und „arbeiten” Sie besser mit mehr Konzentration. So man fotografieren als arbeiten bezeichnen kann. Manchmal wahrscheinlich schon.
Ich weiß wovon ich rede - ich mache das auch ganz gerne. lachen-transp

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HDR, High Dynamic Range, ein Überblick.
Wenn man diese Art von Bildnachbearbeitung moderat betreibt kann es eine herrliche Sache sein. Es kann aber auch durch stark überhöhte Farb-, Kontrast-, Lichter- und Schatteneinstellungen usw. schnell in Kitsch ausarten.
Das Foto vom Sonnenuntergang am Mindelspeichersee (unten rechts) ist für meinen Geschmack schon an der Grenze, auch wenn es der Wirklichkeit - dem „gesehenen Bild” - eher entspricht als das linke Foto. 
 

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Links jeweils ein unbearbeitetes Foto mit normaler Belichtung - rechts ein HDR-Foto. Die Bilder lassen sich durch Klick mit der linken Maustaste auf fast Seitengröße vergrößern. Das sind erste Versuche (Jan 2009), ich bin noch HDR-Lehrling. lachen-transp

Bei HDR wird zunächst ganz „normal” fotografiert. Wenn man davon absieht daß man für ein Foto mehrere Bilder benötigt. Und zwar 3 - 5 Bilder mit je einer oder sogar zwei Blende(n) Belichtungsdifferenz. Das sollte die Kamera können. Kann sie es nicht, geht es auch manuell. Am besten natürlich mit Stativ und ohne bewegte Objekte, schließlich muß die Software später aus diesen 5 Bildern eins machen, und wenn da zwischen den Aufnahmen Bewegungen waren kann es Schwierigkeiten geben.
Der grundlegende Vorteil von HDR ist der enorme Kontrast- und Belichtungsumfang. Es werden die Belichtungen von allen Bildern berücksichtigt! Wenn man z.B. ein sehr helles Objekt (Sonnenuntergang) fotografiert ist im dunkleren Vordergrund schnell keine Zeichnung mehr - oder umgekehrt, dann ist der Sonnenuntergang selber total überstrahlt. Das kann man mit HDR ändern. Das geht so weit, daß man ein normal beleuchtetes Zimmer von innen fotografiert und der Blick aus dem Fenster trotzdem nicht alles überstrahlt, sondern normale Helligkeit hat und scharf ist.
Ein sehr gutes - wahrscheinlich das beste - HDR-Programm ist Photomatix Pro.

Für den fortgeschrittenen Hobbyfotografen noch eine Bemerkung.
Es ist ungemein schwierig, Stimmungen zu fotografieren. Bekanntlich macht nicht die Burg oder das Schloß die außergewöhnliche Landschaftsaufnahme, sondern das Licht. Glücklicher Zufall - oder Planung - wenn beides zusammen kommt. Nur selten bekommt man das was man bei einer Aufnahme „selber gesehen” oder sogar „gefühlt hat” aufs Foto. Diese „eigene Betrachtungsweise” kann man mit einem HDR-Programm bedingt verbessern. Und darin sehe ich den ungemeinen Vorteil gegenüber einer normalen Aufnahme.
Ich hoffe daß die angesprochenen Menschen mich verstanden haben.
zwinkern-transp_grau

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Polarisationsfilter, kurz Polfilter, ein brauchbarer Filter gegen Reflexionen.

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Ein Polarisationsfilter besteht aus zwei Filtergläsern in einer Fassung, welche gegeneinander verdreht werden können. Der Filter wird vorne auf das Objektiv geschraubt.
So werden - je nach Stellung der Gläser - Reflexionen auf nichtmetallischen Gegenständen verhindert. Auf dem linken Bild spiegelt sich der blaue Himmel im Wasser, rechts ist die Spiegelung aufgehoben. Das funktioniert bedingt auch bei der Fotografie von Aquarien, oder bei Spiegelungen auf Glas überhaupt. Ein positiver Nebeneffekt ist, daß die Farben kräftiger werden. Ein negativer, daß der Polfilter Licht wegnimmt.
Angler kennen diese Polfilter auch als Brillen. Mit denen kann man besser „ins Wasser hineinschauen” und die Fische beobachten - so überhaupt welche da sind.

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Erstellt: März 2007
Letzte Bearbeitung: Oktober 2009

 

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