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Schwarze Mückenlarven

Balken_Futterzuchten

 

Eine genaue Anleitung zur Vermehrung von Schwarzen Mückenlarven im Garten

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Vorteile
Nachteile
Kulturmethode
Ernte”, Fangen der Mückenlarven
Zusammenfassung
Bilder von 2007, ein „Ansatz” von 2007

 

Schwarze Mückenlarven, oder genauer die Larven der Stechmücken (Culex) lassen sich relativ leicht im Garten „heranziehen” oder „kultivieren”. Eine Zucht im engeren Sinne ist es ja nicht.

Vorteile
Man kann die Mücken relativ leicht anlocken, damit sie ihre Eier (Schiffchen) in die bereitgestellten Behälter ablegen.
Die Larven wachsen in ihnen zusagendem Milieu recht gut.
Sie machen wenig Arbeit.
Sie sind gut zu fangen oder zu entnehmen.
Sie werden gerne gefressen.
Man hat Futtertiere in verschiedenen Größen.
Wenn es sein muß durch die Schiffchen sogar sehr kleine.


Nachteile
Die Kultur riecht zumindest am Anfang etwas - oder auch mehr. 
Die Larven entwicken sich nur in organisch belastetem Wasser, man muß sie eventuell in sauberem Wasser spülen.
Man muß die Behälter unbedingt abdecken, da sonst junge Vögel ertrinken können! Das ist aufwendig.
Eventuell können nicht gefressene Larven im Wohnzimmer schlüpfen und lästig werden.

Die Meinung, daß durch die Mückenlarvenkultur mehr Mücken in Haus und ums Haus wären, kann ich nicht bestätigen. Es ändert sich da gar nichts. Übrigens stechen nur die Weibchen und saugen Blut, die Männchen ernähren sich von Pflanzensäften.

Nok


Kulturmethode
Als „Zuchtbehälter” kann man alle möglichen Behälter nehmen. Von der schwarzen Kunststoffmörtelwanne aus dem Baumarkt über die 200-L-Kunststofftonne bis zu einem selbstgebauten Behälter aus Brettern und Folie. Kunststoffsandkästen für kleine Kinder gehen auch.
Mit dem Aufbau des Behälters sollte man Anfang Mai fertig sein. Es kommt zwar auf die Witterung an, aber Mitte bis Ende Mai sollten die ersten Schiffchen zu sehen sein.
Meine erste „Zuchtanlage” für Schwarze Mückenlarven Ende der 70er bestand aus hochkant gestellten ca. 20 - 25cm breiten/hohen Brettern mit Folieneinlage. Das Ganze hatte die Ausmaße von mindestens 6 x 2 Metern. Da mir damals jemand erzählt hat, daß die Viecher Jauche brauchen würden, habe ich faßweise Jauche angeschleppt und in dieses Folienbecken gekippt. Die Beschaffung der Jauche war kein Problem, wenn man an mein Folienbecken besser hinfahren hätte können, hätte ich wahrscheinlich einen halben Odelhänger hineingekippt. Alles, mein Auto und auch ich haben ganz furchtbar nach Odel gestunken. Schwarze Mückenlarven habe ich damals schon gehabt, aber der Aufwand war viel zu groß.
Mueckenwanne_leer_Wasserwaage_ThDa gibt es viel einfachere und bessere Methoden! Nachdem ich viele Jahren alle möglichen großen Behältnisse ausprobiert hatte, bin ich in den letzen 10 - 15 Sommern bei einer ausrangierten Milchwanne aus VA geblieben. Die Wanne ist ca. 225 lang, 125 breit und ca. 30 cm tief, sie steht auf 4 Füßen. Sie hat einen Ablauf und das Ganze ist eine saubere Angelegenheit. Im Herbst wird sie ausgespritzt und an den Winterplatz - da zum tragen zu schwer - hochkant über den Rasen geschleift. (Sie stand aber auch schon einige Winter ohne Wasser draussen.) Im Frühjahr wird sie wieder aufgestellt. Zuerst wird mit Wasserwaage genau geprüft, ob sie auch waagrecht steht. Eine schrägstehende Wanne sieht voll Wasser überhaupt nicht gut aus, da der Rand dann - logischerweise - nicht gleichmäßig ist. Wenn sie richtig steht, kommt Leitungswasser hinein. Jetzt gibt es wieder ein Mal mehrere Methoden, die ich natürlich - neugierig wie ich nun einmal bin - auch ausprobiert habe. Vorneweg: die beste und einfachste Methode ist Gras vom Rasenmäher. Aber nicht einfach hinein kippen, loses Gras bekommt man schlechtGitterkorb_Th wieder heraus. Es ist überall und stört beim fangen der Mückenlarven. Man kann es in einen feinmaschigen Kunststoffkorb (Korb für die Zucht von Lebendgebärenden) geben - der Korb muß natürlich noch aus dem Wasser herausschauen. Oder man nimmt einen Kunststoffsack. Mit „Kunststoffsack” meine ich einen Kartoffelsack oder Getreidesack aus Kunstfasern - im Gegensatz zu Naturfaser. Diese Säcke verrotten nicht, man kann sie einigermaßen gut reinigen und sie halten sehr lange. Sie sind auch nicht sehr dicht gewebt. Es gibt sie hier im Raiffeisenlagerhaus. Sack natürlich zubinden. Man kann auch Brennesseln nehmen, manche Leute scheinen sie zu mögen. Ich habe nie einen Unterschied zu Gras feststellen können. Der einzige Unterschied zwischen Gras und Brennesseln ist vielleicht der, daß Brennesseln mehr stinken. Bei Gras hält sich das in Grenzen. Dann habe ich auch Hornmehl, Blutmehl, Forellenfutter, Bäckerhefe, Trockenhefe und alles mögliche ausprobiert. Das funktioniert alles entweder gar nicht oder auch nicht besser. Eventuell kann man etwas Forellenfutter zu dem Gras dazu geben, das habe ich manchmal gemacht. Ob es aber objektiv tatsächlich was bringt ist nicht sicher. Da fehlen die direkten Vergleiche. Das Ganze muß jetzt eine Weile stehen bleiben. Es kommt auf die Witterung an, wann die ersten Schiffchen zu sehen sind. Wenn sich anfangs eine Kahmhaut bildet, so ist das normal, die verschwindet wieder wenn der Inhalt des Behälters „biologisch” zu arbeiten anfängt. Das Wasser wird dann grün bis dunkelgrün. In der Zwischenzeit sollte - oder besser muß - man eine Abdeckung basteln, da sonst unweigerlich einige Jungvögel in der Wanne ertrinken werden. Ich habe einen doppelten Holzrahmen aus Eiche mit Hasengitter dazwischen genommen. Der hält jetzt schon viele Jahre.
Ist der Grassack ausgelaugt, kann man neues Gras hinein geben. Je nachdem, wie gut die ganze Sache noch funktioniert.

Nok


„Ernte”
2_Fischfangnetze_ThWenn man Schwarze Mückenlarven „ernten” will, nimmt man ein feines Netz und geht ein Mal um2_Fischfangnetze_vergroessert_Th die Wanne herum, mit dem Netz im Wasser - versteht sich. Und zwar muß das Netz immer unter Wasser bleiben. So erwischt man auch viele „herunterpurzelnde” Puppen und keine an der Oberfläche schwimmenden Schiffchen, die sollen ja noch ausschlüpfen.  Wenn man das vorsichtig macht und nicht gleich den ganzen Bodensatz aufwirbelt, kann man auch noch eine zweite Runde drehen.  Die gefangenen Larven kommen in einen mitgenommenen Topf mit sauberem Wasser. So werden sie auch zu den Fischen transportiert. In der Anlage habe ich die Larven dann in dem bewährten Siebsatz sortiert und verfüttert.
Auf dem Foto oben links sind zwei Netze zu sehen, auf der rechten Seite Vergrößerungen davon. Das Netz mit dem helleren Kunststoffgriff ist sehr feinmaschig, man erwischt damit alle Mückenlarven - so eins habe ich immer genommen. Hat man aber nur größere Fische zu füttern, ist das dunkelgrüne Netz wahrscheinlich besser, da gehen die kleineren Larven durch. Die kommen dann beim nächten Mal dran.
Daß einige der verfütterten Larven in der Anlage geschlüpft sind, hat nie gestört. Wir sind nie gestochen worden.

Nok


Zusammenfassung
Ein gutes Futter welches sich relativ einfach „kultivieren” läßt.
Zudem haben Schwarze Mückenlarven den großen Vorteil, daß man sie in gewissen Grenzen auf Vorrat füttern kann. Man muß also nicht genau die Menge füttern, die sofort gefressen wird. Sie leben in den Aquarien weiter und belasten das Wasser nicht. Das ist in der Praxis sehr wichtig bei zur Zucht angesetzten Fischen, die erst nach einer gewissen Zeit laichen und/oder im gleichen Aquarium bleiben, oder im Daueransatz. Beispiel: Ramirezi oder Apistogrammaarten, Popondetta, Bedotia geayi und andere Regenbogenfische, auch Kampffische.
Man kann auch einige Schiffchen (das sind die Eipakete, die auf der Wasseroberfläche schwimmen) zu Jungfischen geben in der Absicht, daß die Jungen die ausschlüpfenden Mückenlarven fressen sollen. Das funktioniert schon, ich habe es auch gemacht. Umwerfende Ergebnisse darf man aber nicht erwarten. Wenn wirklich Fische in dem Aufzuchtbecken sind, muß man trotzdem Artemia zufüttern.

Nok


Bilderserie von 2007
21. April
Eine Bilderserie mit Erklärungen von dem Einsatz der VA-Wanne 2007. Der Platz der Wanne ist alt, da stand sie schon viele Sommer lang. Er ist verhältnismäßig schattig, es sind größerer Bäume drum herum. Volle Sonne kommt nicht durch, nur Abends mehr. Dennoch ist der Platz recht hell. Zwar hätte ich auch einen vollsonnigen Platz, da verdunstet aber mehr Wasser und die besten Mückenlarvenplätze in unserer Gegend sind alle mehr oder weniger schattig.

Mueckenwanne_leer_Wasserwaage_ThZuerst muß die Wanne waagrecht aufgestellt werden, als Ausgleich nehme ich meistens Eichenbretter und zur Feinjustierung PE-Plättchen.






Mueckenwanne_voll_ThDie Wanne ist mit Wasser gefüllt. Sie ist ganz gut ausgerichtet, vorne ist sie einen Zentimeter höher. Das paßt schon.







Mueckenwanne_mit_Gitter_1_ThMueckenwanne_mit_Gitter_2_ThDieses Abdeckgitter ist sehr wichtig. Es verhindert, daß junge Vögel in der Wanne ertrinken, zwar sind jetzt (21. April) noch keine da, aber das Gitter ist schon mal darauf gelegt.
Das Gitter selber ist verzinktes Hasengitter, es ist zwischen zusammengeschraubten Eichenlatten eingeklemmt und schon viele Jahre alt. Wichtig ist, daß man es einfach über den Rand der Wanne schieben (Foto links) und dann daneben aufstellen kann (Foto weiter unten). So kann man ungehindert um die Wanne herum gehen. Das ist beim „ernten” vorteilhaft.

Mueckenwanne_Heukorb_daneben_1_ThMueckenwanne_Heukorb_daneben_2_ThDa immer das Gleiche machen langweilig ist und man so nie etwas dazulernen kann, habe ich diesmal Heu genommen. Der Gitterkorb ist niedriger als der momentane Wasserstand in der Wanne, deshalb sind zwei Klinkersteine untergelegt.


Mueckenwanne_mit_Heu_PE_Korb_1_ThDamit das trockene Heu nicht aufschwimmt, ist auf den Ablaichkorb ein PE-Korb gestellt, in den zusätzlich als Beschwerung ein Stein gelegt ist. Ein kurzes Brett wäre natürlich auch gegangen, der Korb war aber gerade da. So bleibt alles schön unten und das Heu kann sich mit Wasser vollsaugen.
Wenn das Heu untergegangen ist, kommt auch das Abdeckgitter wieder auf die Wanne.
An Stelle des Korbes kann man eventuell ein Wäschekorb-Rohr aus VA mit Löchern nehmen. Es werden oft Gerätschaften aus VA mit Löchern darin für alles mögliche angeboten.

Mueckenwanne_mit_Heukorb_ThAm späten Nachmittag des gleichen Tages ist das Heu bereits so weit vollgesogen, daß man die Beschwerung entfernen kann. Das Wasser hat bereits einen Braunstich angenommen.
Hier ist das Gitter daneben aufgestellt, man kann ungehindert um die Wanne herumgehen. Das ist wichtig.
Die „Würstchen” auf der Wasseroberfläche sind herunter gefallene Kätzchen von Weißbuchen (Hagebuchen, Hainbuchen; an diesen Kätzchen kann man erkennen, daß die Weißbuche nicht mit den Buchen, sondern mit den Birken verwandt ist).


28. April, Samstag
Mueckenwanne_Heukorb_1_Woche_ThMueckenwanne_1_Woche_Kahmhaut_Th








Es sieht alles ziemlich vergammelt aus, auf der Wasseroberfläche ist eine dicke Kahmhaut, ertrunkene Insekten und alles mögliche was durch das Gitter hindurchgefallen ist. Das Heu ist weitgehend untergegangen, die Temperatur beträgt 17°.
Das kommt vom Schatten, der Weiher im Garten hat fast 22°. Er ist in der Sonne.

Eine Kahmhaut ensteht immer dann, wenn ein belastetes Wasser (noch) nicht biologisch funktioniert. Die Kahmhaut alleine sagt noch nicht unbedingt etwas über die Wasserqualität aus. Es kann sich um ein weniger und - wie hier - um ein stark belastetes System handeln. Richtig sauberes Wasser hat natürlich nie ein Kahmhaut. Aber hier kann man sehr gut erkennen, daß die Kahmhaut von alleine verschwindet, wenn das System zum arbeiten anfängt. Dann ist die Kahmhaut nämlich ganz schnell weg. Mechanisches entfernen ist immer Wirkung bekämpfen und nie die Ursache beseitigen. Die zweite Lösung ist immer die elegantere!
Unter „Fragen und Antworten” steht mehr über Kahmhaut


29. April, Sonntag
Muecken_Schiffchen_1_ThDie ersten Schiffchen sind da! Obwohl die Tempertur nach der kalten Nacht nur 15° beträgt (sehr genaues digitales Thermometer).
Links eine Makroaufnahme eines Eipaketes inmitten der Kahmhaut.






Muecken_Schiffchen_Serie_1_ThMuecken_Schiffchen_Serie_2_ThMuecken_Schiffchen_Serie_3.Th








Eine Serie zum Größenvergleich. Links eine Makroaufnahme, die ertrunkene Fliege ist keine große Schmeißfliege, sondern sie ist ganz klein. In der Mitte eine Aufnahme mit weniger Vergrößerung und rechts kann man den Wannenrand als Vergleich sehen - und die unscharfen Gänseblümchen im Vordergrund. Bei diesen Aufnahmen kann man auch gut die Kahmhaut erkennen.


1. Mai, Dienstag
die Temperatur beträgt nur 12,3°. Die Nächte sind sehr kalt und es weht trotz Sonne ein kalter Wind.

Schwarze_Mueckeneier-Mikroskop_01_ThEier der Stechmücke unter dem Mikroskop, ca. 80-fache Vergrößerung, Beleuchtung: direkte Sonne. Foto nicht nachbearbeitet, nur ausgeschnitten.






5. Mai, Samstag,
es sind bereits Mückenlarven in der Wanne. Zwar nicht viel, aber es sind. Es ist noch zu kalt, darum sind ganz wenig Schiffchen da. Die Wassertemperatur beträgt 13,5°.
Man kann bereits mit dem bloßen Auge die Wolken von Infusorien sehen, die in der Wanne treiben. Es ist keine Kahmhaut mehr da, die ganze Wanne macht einen guten Eindruck, das System arbeitet. Die Farbe des Wassers ist dunkelbraun bis dunkelbraungrün.
Heu als Nahrung für die Infusorien (diese Infusorien werden von den Mückenlarven gefressen): Es hat einen ganz großen Vorteil: Nur ganz knapp über der Wasseroberfläche riecht es etwas nach Jauche, wenn man neben der Wanne steht, kann man nichts riechen. Das ist deshalb interessant, da z.B. Brennesseln ganz gewaltig stinken!


23. Mai, Mittwoch
Schwarze_Mueckenschiffchen_2_ThSchwarze_Mueckenlarven_im_Netz_Th








Es war in der letzten Zeit zeitweise recht kalt, die Wanne hatte manchmal nur noch 9° Wasser- bei 13° Lufttemperatur. Da ist es von Nachteil, daß die Wanne Füße hat, praktisch in der Luft steht und somit keinen Kontakt zum Boden hat, sie reagiert sofort auf die umgebende Lufttemperatur. Sowohl rauf wie natürlich auch runter.

Momentan hat die Wanne 19° bei 24° Lufttemperatur im Schatten.
Heute habe ich die erste „Fangrunde gedreht”, die Menge ist noch nicht berauschend, aber es geht los. Es sind auch bereits mehrere Schiffchen auf einer Stelle und man muß sie nicht mehr „mit der Lupe” suchen. Das ist schon mal ein gutes Zeichen. Die Wanne riecht zwar etwas, es ist aber durchaus erträglich, eher wenig. Wir haben sozusagen keine Nachbarn, es würde aber auch mit Nachbarn gehen.


25. Mai, Freitag
Jetzt sind richtig Mückenlarven drin, und viele Schiffchen, die Temperatur in der Wanne ist 22° bei 28° Lufttemperatur im Schatten.
Man kann bereits mehrere Fangrunden drehen.
Schwarze_Mueckenlarven_Netz_mit_ThDas ist die Ausbeute einer Runde. Wenn man die Mückenlarven nach einer Fangrunde einige Minuten in Ruhe läßt, kommen sie wieder nach oben. Dann kann man die nächste Runde fangen. Es sind so viel Larven da, daß man mindestens 3 Runden drehen könnte.
Nochmals zur Erinnerung: Man hält das Netzt immer knapp unter der Oberfläche und geht um die Wanne herum. Die Larven purzeln kurz vor dem Netz nach unten genau ins Netz, wenn sie nicht so recht purzeln wollen, klopft man während der Vorwärtsbewegung mit dem Netz leicht gegen die Wannenwand, dann purzeln sie schon. Das Netz darf nicht über die Oberfläche kommen und keine Schiffchen erwischen, die sollen ja noch ausschlüpfen.
Früher habe ich die Larven meistens in einem Siebsatz nach Größe sortiert, dabei wurden sie auch gleich gespült, da ich momentan aber nur wenige Aquarien mit „normalen” Fischen habe kippe ich den Inhalt des Netzes ungesiebt in die Aquarien. Sollte jemand Angst vor dem anhaftenden unsauberen Wannenwasser haben, so muß er die Mückenlarven eben in sauberem Wasser spülen. Normalerweise macht das bisschen Nitrat aber nichts aus!


26. Mai, Samstag
Schwarze_Mueckenlarven_und_Schiffchen_ThSchwarze_Mueckenlarven_in_Wanne_ThSo sieht es momentan in der Wanne aus, es sind überall ganze Pulks mit Schiffchen und natürlich auch ertrunkene Insekten. Man kann auf dem Foto links neben den Schiffchen auch Larven in allen Größen erkennen, es sind stellenweise richtige Mengen.
Rechts eine Ecke der Wanne, leider spiegelt es sehr. Und ich habe keinen passenden Polfilter!


Ergebnis mit der Heuwanne: Heu funktioniert sehr gut, die Wanne hat eine dunkelbraungrünliche Farbe. Sie riecht nur sehr wenig, man muß schon richtig darauf achten. Die Entwicklung der Mückenlarven ist gut.
Also alles in allem eine gute Sache. Bis jetzt besser als Brennesseln und Gras. Sehen wie es weiter geht!

Eigentlich ist die Geschichte hier zu Ende! Wahrscheinlich kommt noch irgendwann etwas dazu.
Es interessiert mich z.B. ob das Heu als Nahrungsgrundlage für die Mückenlarven den ganzen Sommer ausreichen wird. Früher habe ich immer etwas „nachgefüttert”.

Nok


Herbst:
Die Wanne läuft leer, das auslaufende Wasser hat eine hellgrüne Farbe. Wenn man die Wanne mit Gras oder Brennesseln betreibt ist es eine dunklere Brühe. In der Mitte die leere Wanne. Auf dem Bild rechts kann man auf dem Boden der leeren Wanne auch einige Rote Mückenlarven erkennen.
Mueckenwanne_laeuft_leer_ThMueckenwanne_leer_ThMueckenwanne_Boden_leer_Th









Ende Oktober: habe die Wanne im September leerlaufen lassen und ins Winterquartier gebracht. Es waren nur noch wenig Mückenlarven in der Wanne, auch einige Rote. Es ist inzwischen zu kalt, die Wanne hatte 11°. Da ich nicht den ganzen Sommer Mückenlarven entnommen habe kann ich über die tatsächliche Menge keine 100%ige Aussage machen. Die ganze Heugeschichte hat aber ganz gut funktioniert. Ich würde es wieder mit Heu machen.

Mueckenwanne_Herbst

Der Sommer ist vorbei. Es ist Herbst und die Wanne ist verräumt.


Nachsatz:
Wie „gefährlich” ist die Zucht von Schwarzen Mückenlarven.
Wenn nun Jemand meint, daß man durch so eine Wanne lauter Mücken im Garten und im Haus haben würde, so kann ich da beruhigen. Zwar habe ich es schon ganz oben auf dieser Seite geschrieben, aber hier noch ein Mal in aller Klarheit: Wir hatten in all den Jahren, in denen ich Mückenlarven gezüchtet habe, kein einziges Mal mehr oder weniger Stechmücken gehabt! Wir haben genau genommen den ganzen Sommer über sehr wenig bis gar keine Mücken! Bei uns verirren sich nur einige in den Herbstmonaten ins Haus. Am Schlafzimmerfenster ist natürlich teilweise ein Fliegennetz angebracht. So ist man sicher, daß man auch bei offenem Fenster ruhig schlafen kann.

Nok


Erstellt: März 2006
Letzte Änderung: Juli 2015

 

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